Flucht oder Fortschritt?

Vorab ein Zitat, das mich sehr berührt und bewegt hat und dem ich heute auch vollen Herzens zustimmen kann:

In dem Augenblick,

in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,

bewegt sich die Vorsehung auch.

Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären,

geschehen, um einem zu helfen.

Ein ganzer Strom von Ereignissen

wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung.

Und er sorgt zu den eigenen Gunsten

für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle,

Begegnungen und materielle Hilfen,

die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

Was immer Du kannst, beginne es.

Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.

Beginne jetzt![1]

Nach 84 Jahren Lebenserfahrung schaue ich jetzt auf meine Berufserfahrungen zurück:

In meinem Leben habe ich mich immer wieder für einen Neubeginn entschieden. Das vorher Betriebene habe ich ausprobiert, aber oft hat es einfach nicht mehr gestimmt. Jeder Neubeginn hat mich gereizt und fasziniert, bis das Neue dann im Alltag doch zur Routine wurde und mich wiederum Neues lockte. Wenn ich jetzt zurückschaue weiß ich, dass Vieles, was ich erlebte, auch eine Prüfung für mich war. Aber damals war mir das meistens überhaupt nicht bewusst.

Die erste Prüfung

 Das war meine Berufswahl. Mein Vater war in meiner frühen Kindheit wie die meisten Väter in dieser Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg, so dass ich ihn erst mit acht Jahren – zurückgekehrt aus der Gefangenschaft – richtig kennengelernt habe. Nach einigen mehr oder weniger vergeblichen Versuchen einen zivilen Beruf auszuüben, wurde mein Vater bei der neuen Bundeswehr Verwaltungsbeamter. Er war eigentlich immer – aus welchen Gründen auch immer – mit sich selbst und seinen Aktivitäten so beschäftigt, dass für mich nur ganz wenig Aufmerksamkeit übrigblieb. So gab er mir in diesem Beamtenhaushalt auch kaum irgendwelche Hinweise über für mich in Frage kommende Berufsmöglichkeiten.

Zur Überraschung besonders meines Vaters bestand ich die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium. Aber als Pennäler in einem naturwissenschaftlichen Gymnasium hatte ich kaum ein Interesse am Unterricht, ich strolchte lieber mit brennenden Fackeln mit meinen Kameraden durch die halbverfallenen Kellergewölbe der zerbombten Hausruinen. Dementsprechend schlecht war dann auch mein Zeugnis, und ein BLAUER BRIEF mit der Botschaft „Versetzung gefährdet“ flatterte ins Haus. Daraufhin sagte mein Vater völlig ungerührt: „Wenn du in der Schule nicht lernen willst, geh` halt raus und lerne was Gescheites, mach eine Lehre!“

Wie, was, ne Lehre, dachte ich. Ich hatte ja überhaupt keine Ahnung, was ich da lernen und machen sollte.

Also war für mich klar:

Ich mache halt die Schule weiter. Daher beschloss ich: „Dem Vater, dem zeige ich es“!

War das von mir eine Flucht oder ein Fortschritt?

Heute glaube ich, es war beides!

In der nächsten Klasse war ich dann tatsächlich mit meinen Leistungen an der Spitze und bekam zur Überraschung meines Vaters eine Belobigung!

Nach gut bestandenem Abitur, ging es mir wieder so, dass ich wirklich nicht wusste, welche Berufsrichtung ich einschlagen sollte. Dennoch musste ich mich wieder mal entscheiden!

Also kam die nächste Prüfung:

Ich entschied mich für ein wissenschaftliches Studium an der Universität Stuttgart. Aber was sollte ich studieren? Betriebswirtschaft war mir völlig fremd, Mathematik war mir zu abstrakt, Maschinenbau erschien mir zu „schmutzig“ usw. Also entschloss ich mich für ein Studium der Elektrotechnik, Richtung Energietechnik, eigentlich ohne zu wissen, auf was ich mich da einlassen wollte. Dieses Studium erschien mir als ein reizvoller Einblick in eine neue, interessante Welt, erklärbar, präzise und berechenbar. Im Studium merkte ich sehr schnell, dass ich für bestimmte theoretische und wissenschaftliche Sachverhalte durchaus Interesse hatte, weil ich schon damals wissen wollte, wie die Welt beschaffen war und nach welchen Naturgesetzen das Ganze geordnet war.

Aber ich gebe es zu:

Was ich am meisten und am besten gelernt habe, waren wirksame Strategien, die anstehenden Examina erfolgreich zu bestehen. Dazwischen gab es auch Phasen, in denen ich mich völlig anderen Interessen zuwandte:

Ich wurde Sozial-Referent im ASTA und merkte zum ersten Mal, dass ich mich mit viel Energie für die sozialen Belange meiner Mitstudenten einsetzen konnte.

Das Diplom als Elektroingenieur schloss ich dann mit Leichtigkeit erfolgreich ab.

Jetzt war ich also mit 24 Jahren Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik, Fachbereich Energietechnik. Mit diesem Abschluss bewarb mich dann bei der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft AEG als Elektro-Diplomingenieur.

Ich wurde vorbereitet für   meinen einzigen Großkunden DAIMLER BENZ, welcher damals alle seine Geschäftsbereiche wesentlich erweiterte, neue Trafostationen, Hochspannungs- und Schaltanlagen zu entwerfen und montieren zu lassen. Doch sehr bald zeigte sich bei mir, dass die theoretische wissenschaftliche Welt der Universität und die technische Praxis zwei unterschiedliche Ebenen sind, die an mich Anforderungen stellten, für die ich einfach nicht geeignet war.

Flucht oder Fortschritt?

Als ich das erkannte, kündigte ich und machte eine Ausbildung zum Berufsschullehrer für Elektrotechnik.

Die Ausbildung konnte ich mit Erfolg und Leichtigkeit absolvieren und ich spürte mit Befriedigung: Ja, ich war ein LEHRER.

Besonders der Neuanfang mit all den Herausforderungen faszinierte mich sehr und lenkte mich von gelegentlichen, aber leider sich verschlimmernden depressiven Verstimmungen ab. Obwohl ich durch die Entwicklung neuer Unterrichts-Methoden meine Kreativität entfalten und mit guter Begabung auch schwierige Sachverhalte anschaulich und verständlich erklären konnte,  verstärkte sich leider meine Depression, so dass es mir im Alltag meines Lehrerdaseins immer schwerer fiel, die notwendige Präsenz im Unterricht aufrecht zu erhalten.

Flucht oder Fortschritt?

 Wieder entschied ich mich für einen Neuanfang und begann ein nebenberufliches Zweitstudium der pädagogischen Psychologie an der Universität Tübingen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklung des Menschen, die bestmögliche Förderung von Fähigkeiten von Schülern oder von Auszubildenden, die unterschiedlichen Lehr- und Lernmethoden, das war für mich höchst interessant, aber ich erhielt kaum eine mich befriedigende Antwort auf viele Fragen, die mich eigentlich schon damals interessierten:

Was ist der Mensch in seinem eigentlichen Wesen und wie kann er Fortschritte machen auf dem Weg zu sich selbst?

Mein wissenschaftliches Interesse galt dann dennoch den damaligen Lernzielen, die Lehrer in ihrem Unterricht anstreben oder erreichen sollten. Dazu erarbeitete ich für eine Dissertation ein neues System mit dem Lehrer ihre Lernziele nach bestimmten Kriterien und Stufen der Komplexität einordnen konnten. (Ich entwickelte dazu eine sogenannte zweidimensionale Taxonomie von Lernzielen.) Dadurch war es für Lehrer möglich, die Schwierigkeit der angestrebten Lernprozesse ihrer Schüler schon bei der Vorbereitung besser einzuschätzen. Nach vier Semestern meines nebenberuflich absolvierten Zweitstudiums schloss ich auch diese Phase meines Lebens ab und arbeitete wieder mit vollem Lehrauftrag als Berufsschul-Lehrer.

Flucht oder Fortschritt?

Dann entschied ich mich nach geraumer Zeit wiederum für einen Neuanfang:

Ich wurde pädagogischer Leiter an einem staatlichen Institut des Landes Baden-Württemberg, der Landesstelle für Erziehung und Unterricht und entwickelte dort ein neues Programm zur Ausbildung von Beratungslehrern und ein neues Informations-Programm zur Fortbildung der bereits ausgebildeten Beratungslehrer. Obwohl die Arbeit mich interessierte und ich dabei auch viel Neues kennen lernte, beendete ich diese Arbeit und war wieder bereit, Neues in meinem Leben zu wagen.

Flucht oder Fortschritt?

Jetzt bewarb ich mich als Fachleiter an einem Staatlichen Seminar für Schulpädagogik zur Ausbildung von Berufsschul-Lehrer- und Lehrerinnen und begann, für diese jungen Leute Vorlesungen im Fach Pädagogische Psychologie zu halten.

Da es damals keinerlei Lehrplan oder sonstige Vorschriften für mich gab, musste ich mit meinen Vorkenntnissen „ins kalte Wasser springen“ und versuchte zunächst ca. 120 Referendare und Referendarinnen in einem großen Vorlesungssaal ein Grundwissen zur besseren Motivation ihrer zukünftigen Schüler zu vermitteln. Ein intensiver Kontakt zu meinen Zuhörern, den ich mir eigentlich gewünscht hätte und die Kommunikation mit ihnen, war aufgrund der vorliegenden Situation äußerst schwierig.

Jedoch: „Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen!“ [2]Und so war es auch wirklich:

Nach kaum zwei Monaten wurden die Referendare aufgrund einer Reform entsprechend ihren Berufsrichtungen in vier Gruppen eingeteilt, so dass ich jetzt in gutem Kontakt mit der jeweiligen kleineren Gruppe meinen Lehrplan entwickeln konnte. Mir war dabei ganz wichtig, immer wieder zu reflektieren, welches psychologische Grundwissen die zukünftigen Lehrer/innen für ihren Unterrichtsalltag benötigen. Ich überlegte mir auch immer wieder, wie ich außer dem notwendigen Wissen z. B. durch Rollenspiele mit den angehenden Lehrern Handlungs-Kompetenzen für die Unterrichts-Praxis vermitteln konnte. Das war für mich eine sehr kreative und erfüllende Aufgabe, der ich mit Freude und auch Erfolg nachkommen konnte.

In dieser Zeit schloss ich auch meine Promotion mit einem Doktor der Sozial- und Verhaltenswissenschaften an der Universität Tübingen ab.

Schließlich wurde ich zum Fachbereichs-Leiter für den Fachbereich Erziehungswissenschaften und zum Professor ernannt und durfte die Arbeit meiner Kollegen und Kolleginnen für die Fächer Pädagogik und Pädagogische Psychologie koordinieren.

Ohne zu übertreiben kann ich feststellen:  

Ich war endlich dort angekommen, wo ich ankommen wollte. Ich war ein guter und erfolgreicher Lehrer für Lehrer geworden, auch wenn ich mich immer wieder bei der Entfaltung meiner inzwischen erworbenen Kompetenzen durch depressive Verstimmungen behindert gefühlt hatte.

 Aber als ich fünfundsechzig Jahre alt wurde, war damit Schluss. Wiederum ging es um einen Neuanfang!

Flucht oder Fortschritt?

Wie war es für mich möglich, aus einer so erfüllenden Aktivität einfach in den sog. Ruhestand zu kommen?

Ja, klar, „Dauer-Urlaub“, Reisen und lange Wanderungen mit meiner Familie zu jeder Zeit und so lange ich wollte, die intensive körperliche Arbeit an einem neu gepachteten verwahrlosten Garten, der Skisport mit rasanten Abfahrten usw. befriedigte mich durchaus eine gewisse Zeit lang. Aber in mir brannte eine Sehnsucht wirklich herauszufinden, was mit mir und meiner Depression eigentlich los war. Ohne die beruflichen Anforderungen und Aktivitäten konnte ich in der zeitweilig eingetretenen Stille meine innere Belastung jetzt noch viel deutlicher spüren. Zehn weitere Jahre war ich wieder auf der Suche, es war eine Suche nach mir selbst. Als ich fünfundsiebzig Jahre alt geworden war, wusste ich: Es gibt noch einen weiteren Neuanfang!

Flucht oder Fortschritt?

Ich beschloss, eine berufliche „Selbständigkeit“ zu beginnen und meldete ein Gewerbe als Psychologischer Berater mit „Meditativen Atemsitzungen“ an.

Nach weiteren zehn sehr erfüllten Lebensjahren stehe ich heute an dieser Stelle und bin mit großer Freude dabei, meine Klienten und Klientinnen bei ihren Selbstheilungs-Prozessen zu beraten, leite Heilungs-Meditationen an und habe die Tensor-Heilmethode THM zur Ermittlung und Auflösung der SIEBEN PSYCHISCHEN URSACHEN von Problemen und Beschwerden entwickelt und erfolgreich erprobt. Inzwischen gebe ich auch Supervision für eine Psychotherapeutin, die beginnt ihre psychotherapeutischen Kompetenzen mit der Heilmethode THM zu ergänzen.

Fazit: Flucht oder Fortschritt?

 Vielleicht war die eine oder die andere Entscheidung auch eine Flucht. Wenn es eine war, war es aber immer eine Flucht nach vorne!

Heute, nach dem glücklich überstandenen doppelten Bandscheiben-Vorfall und der Heilung der äußerst schmerzhaften Entzündung meines Ischiasnervs, fühle ich mich noch viel mehr mit dem Leben und mit meinen Mitmenschen verbunden. Besonders über meinen Tensor habe ich Zugang bekommen zu einer allumfassenden und universellen Weisheit, die mich anleitet, das Leben immer mehr ohne Urteil und Bewertung so anzunehmen, wie es ist. Immer mehr spüre ich auch die starken inneren Kräfte, die sich entfalten, „wenn ich mich einer Aufgabe verschreibe!“ Und ich kann beobachten, wie durch meine klaren Entscheidungen „ein ganzer Strom von Ereignissen in Gang gesetzt werden, der für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen zu den eigenen Gunsten sorgt!“ So kann ich die tiefe Wahrheit des zu Beginn des Kapitels Zitierten voll und ganz bestätigen

[1] Dieses Zitat wird oft J. W. v. Goethe zugeschrieben, wurde aber in der vorliegenden Fassung wohl aufgrund von ähnlichen Zitaten von Goethe (vielleicht aufgrund der Lektüre von Goethes „Faust“ oder von „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ angeregt) in der vorliegenden Fassung von W.H. Murray formuliert. Goethe selbst hat öfters betont, wie wichtig Tatkraft und Umsetzung und nicht nur Wille und Wissen sind.

[2] Vgl. das Zitat am Anfang des Beitrags

Osterbotschaft 2025

Osterbotschaft 2025

Jesus hat uns gezeigt, was Auferstehung bedeutet. Obwohl er als Mensch, der er auch war, die gewaltige Herausforderung, vielleicht auch die zeitweilige Überforderung, gespürt hat, als er all das, was er auf sich zukommen sah, geahnt hatte:

„Herr, lass den Kelch an mir vorüber gehen!“

Dennoch ist es ihm gelungen, dieses Gefühl der Überforderung zu überwinden, indem er sich mit seiner Willenskraft intensiv mit den GÖTTLICHEN SCHÖPFERKRÄFTEN verbinden konnte.

So war er konfrontiert mit dem Extremfall all der denkbar üblen menschlichen Grausamkeiten:

  • die Gemeinheit einer Verurteilung eines durch und durch unschuldigen Menschen,
  • die pure Gewalt gegenüber einem Menschen, der die reine Gewaltlosigkeit vorbildhaft gelebt hat,
  • die Schmähung und Beschämung durch eine Vielzahl von Menschen für deren Wohl und Heilung er alles gab,
  • das Erleben von wahnsinnigen und für die meisten Menschen als unerträglich einzuschätzenden körperlichen Schmerzen einer Folter bis zum Tod.

In dieser Situation hat er nicht das gewählt, was wir Menschen sonst immer wählen, nämlich

  • Kampf,
  • Flucht,
  • Verurteilung der Übeltäter,
  • oder Totstellen.

Jesus hat in seiner bedingungslosen Liebe den kampfbereiten Jünger Petrus trotz Todesbedrohung zurückgehalten.

Er hat sich der bedrohlichen Situation gestellt und ist nicht abgehauen.

Er hat weder die Verantwortlichen für seinen Folter-Tod, noch die Folterknechte für ihre Taten verurteilt. Im Gegenteil konnte er ihren Mangel an Bewusstsein verstehen:

„Sie wissen nicht, was sie tun!“

Und bis zuletzt gelang es ihm, trotz unmenschlicher körperlicher Folter-Schmerzen präsent zu bleiben:

„Es ist vollbracht!“

Jesus war ein Mensch, der es fertigbrachte, sich auch in dieser Extrem-Situation mit der GÖTTLICHEN LIEBE und SCHÖPFERKRAFT zu verbinden.

Ganz sicher können wir das, was Jesus in dieser Passion erlitten und erfahren hat, in keinem Falle aus eigener Kraft bewältigen.

Jedoch hat er mit seinen Taten und seinen Worten Hinweise gegeben, wie auch wir uns mit dieser GÖTTLICHEN SCHÖPFERKRAFT verbinden können.

Vielleicht gelingt es uns, auch mal in bestimmten kritischen Situationen mit Gottes Hilfe

  • bei Ungerechtigkeiten gelassen zu bleiben,
  • bei Beleidigungen und Beschämung unser Selbstwertgefühl zu bewahren,
  • die Übeltäter nicht zu verurteilen und ihnen zu verzeihen,
  • und den Teufelskreis von unerträglichen körperlichen Schmerzen wenigstens zeitweise zu überwinden.

Jedoch können wir das Ganze sicherlich nicht aus eigener Kraft, sondern nur wenn es uns gelingt, die in uns angelegte und innewohnende GÖTTLICHE LIEBESKRAFT und SCHÖPFERKRAFT zu aktivieren.

Dass uns das, zumindest in Ansätzen, immer mal wieder gelingen möge,

wünscht euch von Herzen

der Claus                                                                         

 

Vom „Angst-Menschen“ zum „Wut-Bürger“ und wie wir mit unserer berechtigten Angst  besser umgehen können

Vom „Angst-Menschen“ zum „Wut-Bürger“ und wie wir mit unserer berechtigten Angst besser umgehen können

Es gibt ja wirklich gute Gründe in unserer gegenwärtigen Gesellschaft und Umwelt nicht gerade zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Und so haben viele Menschen eigentlich Angst. Sie spüren alle, dass es so, wie es gerade ist, nicht weiter gehen kann. Aber die meisten Menschen wissen in keiner Weise, welchen Beitrag sie selbst für eine friedlichere oder geordnetere Welt leisten können. Daher sehnen sich viele nach einer starken Person, welche die Zustände, die viele Menschen als chaotisch empfinden, wieder in Ordnung bringen kann.

Eigentlich haben sie Angst, jedoch „Angst haben“ und zu diesem unangenehmen Gefühl zu stehen und es so zu akzeptieren, wie es sich jetzt gerade anfühlt, ist in unserer Gesellschaft verpönt. Daher wird das unangenehme und unerwünschte Angst-Gefühl in der Regel weggemacht und verdrängt.

Statt „Angst zu haben“ empfinden viele Menschen stattdessen eine Wut, eine Wut gegenüber den Personen, die sie für die als chaotisch eingeschätzten Zustände verantwortlich halten. So richtet sich ihre Wut gegen die gerade verantwortlichen Politiker.

Die eigentlichen „Angst-Menschen“ werden zu „Wut-Bürgern“, die sich zusammentun, um die Verantwortlichen abzukanzeln und zu verurteilen. Die Wutäußerungen finden in der Öffentlichkeit einen größeren Anklang und Verständnis als das Eingeständnis einer tiefsitzenden Angst. Daher haben die „Wut-Bürger“ mit ihren Aktionen auch einen relativ großen Zulauf.

Was ist zu tun?

Eigentlich ist es klar: Wer Angst hat, besitzt eigentlich das absolute Recht, diese Angst zu haben und zu fühlen. Einfach deshalb, weil wir längst wissen, dass es möglich ist, die gefühlte Angst zu bewältigen, indem der Betreffende mutig durch die Angst durchgeht.

Es ist eine wissenschaftlich bestätigte Tatsache, dass Gefühle, die da sein dürfen und gefühlt werden, sich in ihrer Intensität automatisch verringern oder sich sogar auflösen.

Dagegen wissen wir seit Sigmund Freud, dass verdrängte Gefühle krank machen und sich früher oder später als körperliche oder psychische Beschwerden zeigen.

Verdrängte Angst ist eine abgespaltene Energie, die im Körper feststeckt und den Fluss der Lebensenergie behindert.

Zum Glück kann die im Körper gestockte Energie wieder zum Fließen gebracht werden, indem sie mit LIEBE wieder willkommen geheißen wird. Am besten lassen sich verdrängte Angst-Anteile mit dem folgenden Heilungs-Ritual, das in meinem Buch „Den Weg der Heilung gehen – die Ermittlung und Auflösung der sieben psychischen Ursachen von Problemen und Beschwerden“ beschrieben ist, wieder in die Seele zurückrufen:

Kommt, kommt zur Seele zurück,

auch wenn die Angst

euch tausendmal drückt.

Kommt, kommt zurück.

VERGEBUNG und LIEBE fließen in die Angst hinein

und die LIEBE löst die Angst auf.

Die VERGEBUNG geht dann ggf. an alle Seelen,

die mir Angst gemacht haben.

Die LIEBE bedeutet immer die bedingungslose Annahme und Akzeptanz dessen, was ist. Daher verurteilt die LIEBE  niemals etwas oder jemanden.

Daher gilt das psychologische Grundgesetz:

 

Wo LIEBE ist, gibt es keine Angst

 Dieses Heilungs-Ritual ist natürlich nur eines von vielen Möglichkeiten, die geflüchteten Angst-Anteile wieder in die Seele zurückzuführen. Eine andere Möglichkeit, diese ungeliebten und geflüchteten Anteile zu integrieren, findest du in der Heilungs-Meditation „Heilungsmeditation, Reise in den Frühling und Auflösung von Angst-Anteilen“ auf YouTube HIER:

https://www.youtube.com/watch?v=VTyuMvs2wSk

In dieser Medi werden nicht nur die verdrängten Angst-Anteile, sondern auch die aktuell empfundenen Angst-Gefühle eingeladen, auf die magische Mega-Liebesbank am Waldrand zu kommen, wo sie mit LIEBE empfangen und willkommen geheißen werden. Auch hier kann die Wundertat entsprechend dem psychologischen Grundgesetz geschehen:

Wo LIEBE ist, gibt es keine Angst!

Alles Gute auf Eurem Weg zu Euch selbst

wünscht euch

der Claus

 

Wie können innere Qualen und Schwierigkeiten im Leben nützlich sein?

Wie können innere Qualen und Schwierigkeiten im Leben nützlich sein?

Wie oft treten im Leben Schwierigkeiten auf, die wir gar nicht oder nur unter Aufbringung aller Kräfte bewältigen können. Dann fragen wir uns vielleicht, warum uns das passiert und welchen Sinn das in unserem Leben hat. Wenn die Schwierigkeiten noch ganz akut sind und wir im Augenblick keinen Ausweg erkennen können, dann ist es in der Regel äußerst schwierig, in den widrigen Umständen des Lebens einen Sinn zu erkennen. Erst wenn wir Abstand haben und später unser Leben mit all seinen Facetten in den Blick nehmen, können wir erkennen, dass es das Leben doch nicht so schlimm mit uns gemeint hat und dass sogar die unerträglichen Ereignisse für mich eine Chance zur Weiterentwicklung geboten haben.

Heute möchte ich euch erzählen, wie wichtig es ist, das, was uns im Leben so schwierig erscheint und uns gar nicht passt, ganz nüchtern zu erkennen und durch NEUES unserer Wahl zu ersetzen, damit wir wirklich den Weg im Leben gehen, der für uns stimmig ist und der uns erfüllt.

Warum erzähle ich euch das?

Weil ich mir vorstellen kann, dass ich mit den damals erlebten Schwierigkeiten durchaus nicht alleine bin, und dass es vielleicht wertvoll ist, jetzt mit einem größeren Erfahrungsschatz zurückzuschauen, auf welche Art und Weise es möglich war, solche Schwierigkeiten zu überwinden.

Zuerst hatte ich ja als junger Mann mit glücklich und gut bestandenem Elektrotechnik-Diplom an der damaligen Technischen Hochschule in Stuttgart einen Beruf erwählt, bei dem ich jedoch relativ schnell herausfand, dass er für mich eine Fehlentscheidung war:

Nämlich den Beruf eines Diplomingenieurs bei der damaligen Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft AEG. Ich merkte sehr bald, dass ich alles andere als geeignet war, als Ingenieur große Elektrotechnik-Projekte bei meinem einzigen Großkunden Daimler-Benz zu planen und zu realisieren.

Daher beendete ich meine Tätigkeit bei der AEG und begann eine relativ schnelle Ausbildung zum Berufsschul-Lehrer zu absolvieren. Dabei konnte ich rasch feststellen, dass es mir gelang, die Fähigkeit zu entwickeln, relativ schwierige Sachverhalte anschaulich, klar und verständlich zu erklären und dass ich daher einen guten Job als Berufsschul-Lehrer machen konnte.

Diese Berufs-Änderung zum Berufsschul-Lehrer war für mich eine ganz wichtige Erfahrung, nämlich den Mut zu besitzen, das NICHT-PASSENDE zu erkennen, um es loszulassen und das NEUE, das mich eher rief, zu wählen.

Obwohl ich spürte, dass ich aufgrund der geschilderten Fähigkeiten ein guter Berufsschul-Lehrer war, waren mir jedoch manche Unterrichtsstunden aufgrund einer immer schlimmer werdenden Depression zur Qual geworden.

Gott-sei-Dank war mir immer klar, dass meine Schwierigkeiten weder von meinen Schülern, noch von meinen Vorgesetzten oder dem „System“ verursacht wurden, sondern, dass ich selbst aufgrund meiner Beschwerden dafür verantwortlich war.

Jetzt, im Nachhinein, kann ich es klar erkennen: Depressionen und wachsame Präsenz schließen sich wechselseitig aus und wachsame Präsenz ist doch das A und O für eine erfolgreiche Unterrichts-Gestaltung mit einer Gruppe von fünfundzwanzig bis dreißig junger Menschen!

Zuerst rettete ich mich aus meinem jeweiligen Schulalltag in die nächstfolgenden Ferien, die ich dann immer mit meiner Familie mit Reisen, Camping, Bootstouren und vielen sportlichen Betätigungen voller Betriebsamkeit verbrachte. Jedoch gelang es mir immer weniger, mich durch meine ständige Betriebsamkeit von meiner immer stärker werdenden Depression abzulenken.

Intuitiv hielt ich mich trotz wachsender Schwierigkeiten in meinem Schulalltag an folgende Überzeugungen:

  1. Wenn ich nur einen einzigen Tag wegen meiner Depressions-Krankheit zu Hause bleibe, dann werde ich nie mehr in die Schule gehen.
  2. Die Ursachen meiner Schwierigkeiten liegen ausschließlich bei mir und nicht in den Umständen meines Berufs-Alltags.
  3. Ich werde keine Psychopharmaka einnehmen, weil ich überzeugt bin, dass diese Medikamente mir bei der Lösung meiner Probleme nicht helfen können.

Wie sehe ich das heute?

Zu 1.: Keine Krankschreibung

Ich glaube heute, dass ich mit dieser Überzeugung, mich auf keinen Fall krank zu melden, durchaus recht hatte. Wenn ich mich damals anders entschieden hätte, dann hätte ich wahrscheinlich im Folgenden nicht mehr die Kraft und die Motivation aufbringen können, meinen Schulalltag auf diese Weise fortzusetzen. So konnte ich ein Durchhaltevermögen entwickeln, das es mir erlaubte, trotz dieser Schwierigkeiten meinen Beruf fortzuführen und damit den Unterhalt meiner Familie zu sichern.

Zu  2. : Die Ursachen liegen bei mir selbst

Vielleicht war diese zweite Erkenntnis ein bisschen zu radikal, weil auch das Bildungssystem, in dem ich arbeitete und das meine Vorgesetzten zu vertreten hatten, sicherlich auch zu meinen Schwierigkeiten beigetragen hatte. Jedoch war mir das damals nicht so bewusst, wie es mir heute ist.

Die zweite Überzeugung bedeutete für mich damals, dass ich begann, die Ursachen meiner Schwierigkeiten lediglich in meinem Innenleben zu suchen und zu erforschen. So begann ich in vielen therapeutischen und Selbsterfahrungsgruppen wertvolle Erfahrungen auf der Suche nach den inneren Ursachen meiner Schwierigkeiten und nach meinem eigentlichen SELBST zu machen.

 Zu 3.: Keine Medikamente

An meiner damaligen Überzeugung zweifle ich heute. Vielleicht hätte ich mir durch die Einnahme von Medikamenten das Leben etwas leichter machen können, weil es damals für mich Lebensphasen gab, in denen nur die Liebe meiner Frau und meiner beiden Kinder mich abgehalten haben, mein Leben zu beenden. Ich weiß es nicht sicher, aber ich nehme heute an, dass ich trotzdem meine Motivation, die psychischen Ursachen meiner Depression aufzudecken und zu heilen, aufrechterhalten hätte können.

Ich habe was Medikamente betrifft meine Meinung etwas geändert, weil ich letztes Jahr durch die körperliche Qual heftiger Ischias-Schmerzen durchgehen musste, die ich mit entsprechenden Pharmaka mir einigermaßen erträglich gestalten konnte. Dennoch konnte ich letztendlich die psychischen Ursachen dieses Leidens ermitteln und heilen, jedoch zugegebenermaßen aufgrund von Erkenntnissen, die ich erst jetzt im Alter gewinnen konnte.

Zusammenfassend stelle ich heute fest:

Die inneren Qualen und Schwierigkeiten, die sich besonders in meinem Schulalltag zeigten, motivierten mich zu Schritten, die letztendlich dazu geführt haben, dass ich jetzt im Alter ein zufriedenes und immer wieder mit großer Lebensfreude erfülltes Leben führen kann.

So begab ich mich Schritt für Schritt auf die Suche nach mir selbst und auf die Suche nach Heilung, zunächst durch eine zweijährige PSYCHOANALYSE, dann durch den Besuch von Therapiegruppen, die mit der wesentlich konkreteren und anwendungsorientierten TRANSAKTIONSANALYSE arbeiteten, schließlich absolvierte ich sogar eine Ausbildung in TRANSAKTIONSANALYSE und erlebte und versuchte viele Erfahrungen in SELBSTERFAHRUNGSGRUPPEN zu verarbeiten.

Der Weg führte mich dann weiter zu einer Ausbildung als Atemtherapeut bei einem therapeutisch arbeitenden Arzt, bis ich dann selbst begann, Heilungsmethoden zu entwickeln und zunächst an mir selbst und später auch erfolgreich an zahlreichen Klientinnen und Klienten anzuwenden.

Letztes Jahr fasste ich meine jetzt jahrzehntelangen Heilungserfahrungen mit dem Verfassen einer wesentlich erweiterten Neuauflage meines Buches „Den Weg der Heilung gehen – die Ermittlung und Heilung der sieben psychischen Ursachen von Problemen und Krankheiten mit Hilfe der TENSOR-HEILMETHODE THM“ zusammen.

Jetzt wünsche ich dir auch viel Mut, für den Fall, dass es etwas NICHTPASSENDES für dich zu erkennen gibt und dass du in der Lage bist, es durch NEUES zu verändern. Vielleicht gelingt es dir auch, Leiden und Schwierigkeiten im Leben als Motivation zu sehen, dein Leben zum Besseren zu verändern.

Alles Gute

Claus

Alternative Heilverfahren zur Heilung von Krankheiten und Beschwerden

Alternative Heilverfahren zur Heilung von Krankheiten und Beschwerden

Dieser Beitrag ist das Kapitel 4 der Neuauflage meines Buches „Den Weg der Heilung gehen“. In diesem Kapitel geht es um die gezielte Heilung bestimmter Krankheiten oder Beschwerden durch alternative, energetische Heilverfahren.

Im Folgenden werden spezifische energetische Heilverfahren beschrieben, die geeignet sind, eine derartige gezielte Heilung bei bestimmten Krankheiten und Beschwerden zu bewirken.

Die Homöopathie

Die am meisten verbreitete energetisch wirkende Heilungsmethode, die gezielt bei bestimmten Beschwerden und Krankheiten eingesetzt werden kann, ist die Homöopathie.

Bei der Homöopathie werden durch ganz unterschiedliche homöopathische Heilmittel, die möglichst genau die Energie des zu heilenden Symptoms widerspiegeln, gezielt die Selbstheilungskräfte des Körpers in Bezug auf das entsprechende Symptom angeregt. Auf diese Weise wird das Symptom nicht durch Wirkstoffe“ bekämpft“, wie es bei den schulmedizinischen Medikamenten der Fall ist, sondern der Körper bekommt auf einer zweiten Ebene die Information, genau jene Selbstheilungskräfte zu aktivieren, welche geeignet sind die entsprechenden Beschwerden zu lindern oder zu heilen.

Leider ist es bislang nicht möglich, die wirksamen Energien der homöopathischen Mittel genügend valide wissenschaftlich zu beweisen, so dass die homöopathische Heilmethode aus der Sicht der am meisten verbreiteten Schulmedizin in Verruf geraten ist. Das hat dazu geführt, dass jetzt sogar die Ausbildung von Ärzten an den Universitäten und die Kostenerstattung der homöopathischen Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden soll.

Die angewandte Kinesiologie

Eine ebenfalls bekannte energetische Heilmethode ist die angewandte Kinesiologie. Ihre Funktion kann etwas vereinfacht so beschrieben werden:

Alle Beschwerden reduzieren oder behindern das freie Fließen der vitalen Lebensenergie im Körper genauso, wie es auch stressauslösende Situationen im Alltag bewirken. Diese Behinderung der Lebensenergie kann beobachtet werden, weil sie spürbar die Muskeln in ihrer Kraftausübung schwächt. So meldet der Körper bei der Anwendung des sogenannten kinesiologischen Muskeltests eine spürbare und beobachtbare Muskelschwächung, wenn der kinesiologisch ausgebildete Therapeut oder Heilpraktiker verdrängte und nicht bewältigte psychische Ursachen seiner Beschwerden dem Klienten im therapeutischen Gespräch bewusst macht. Der kinesiologische Muskeltest ermöglicht dadurch einen Zugang zu den im Unterbewusstsein verdrängten Anteilen, die mithilfe weiterer therapeutischer Methoden integriert werden.

Affirmative Heilungssätze

Eine weitere Möglichkeit um gezielt Selbstheilungsprozesse im Körper anzuregen ist der Heilungsprozess durch die Anwendung von affirmativen Heilungsätzen. Diese Methode kann leicht durch die Patienten selbst im Alltag bei allen Krankheiten und Beschwerden angewendet werden.

Wichtig ist, die affirmativen Sätze auf sich selbst wirken zu lassen und zu spüren, welche Gefühle diese Sätze auslösen. Notwendig ist normalerweise eine Wiederholung dieser Sätze. Die Wirksamkeit ist umso größer, je höher der Betreffende die Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung dieser Sätze einschätzt und tatsächlich fühlen kann.

Manchmal ist es hilfreich, sich die gefühlte Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung dieser Sätze bewusst zu machen. Das kann dadurch geschehen, dass der Betreffende die folgenden Sätze dahingehend überprüft, welcher dieser Sätze am ehesten im Einklang mit seiner gefühlten Verwirklichungs-Wahrscheinlichkeit ist:

  1. „Ich wünsche mir Heilung meiner Krankheit.“

Dabei wird dem Betroffenen wohl bewusst sein, dass manche Wünsche erfüllt werden, aber manche Wünsche eben auch nicht.

  1. Ich hoffe, dass meine Krankheit geheilt wird!“

Hoffen heißt für die meisten Menschen:

Heilung ist möglich oder auch nicht. Ich möchte schon, dass Heilung in Gang kommt, aber sicher bin ich mir nicht.

  1. Ich glaube, dass meine Krankheit geheilt wird!“

Eine gewisse Erwartung, dass die Krankheit geheilt wird, ist sicher da, aber ob dieser Glaube realisiert werden wird, ist nicht so ganz sicher.

  1. Ich bin überzeugt, dass meine Krankheit geheilt wird!“

Heilung wird (irgendwann?) in Gang kommen, da bin ich mir sicher.

  1. Ich weiß, dass jetzt meine Krankheit geheilt wird!“

Der Heilungsprozesse kommt jetzt in Gang, ich weiß das.

 

QUANTENHEILUNG

HEILUNG IM RAUM DER STILLE

Obwohl der Begriff „QUANTENHEILUNG“ als eine Heilmethode zur Heilung bestimmter Krankheiten relativ weit verbreitet ist, möchte ich dieses Heilverfahren etwas genauer „HEILUNG IM QUANTENRAUM“ bezeichnen. Einfach deshalb, weil „Quanten“ nicht geheilt werden. Unter „Quanten“ versteht man in der Quantenphysik, dass bestimmte physikalische Größen, wie z. B. das Licht nur in bestimmten Portionen, d.h. in bestimmten definierbaren Paketen auftreten kann.

Bei dem Heilverfahren HEILUNG IM QUANTENRAUM geht man davon aus, dass Heilung meist unbewusst im QUANTENRAUM geschieht. Dieser Prozess kann jedoch auch ganz bewusst durch eine bestimmte Meditation eingeleitet werden. In dieser Meditation geht es darum, in einen RAUM DER STILLE zu kommen, in dem möglichst keine Gedanken sind. Der RAUM DER STILLE ist der RAUM DER SCHÖPFUNG, in welchem wir Zugang erhalten zur SCHÖPFERQUELLE.  Dieser SCHÖPFERQUELLE kann jetzt der Heilungssuchende und Meditierende einen konkreten Wunsch z. B. nach Heilung einer bestimmten Krankheit mitteilen.

Menschen sind alle – ob es ihnen bewusst ist oder nicht – mit ihrem FREIEN WILLEN der MIT-SCHÖPFER ihres eigenen Lebens. So ist jeder Mensch selbst verantwortlich als MIT-SCHÖPFER für sein eigenes Leben. Daher ist es nicht heilsam, andere Menschen oder auch Gott oder das Schicksal oder die Gesellschaft für die eigenen Lebenssituationen verantwortlich zu machen.

Wenn der Heilungswunsch im RAUM DER STILLE mit ernsthafter innerer Beteiligung wiederholt eingebracht wird, kommen in der Regel zeitversetzt Heilungsprozesse in Gang, vielleicht nicht genau so, wie der Betreffende es erwartet hat. Dem Manifestations-Prozess im RAUM DER STILLE gilt es dann zu vertrauen, auch in jenen Fällen, in denen die Ergebnisse der Manifestation noch nicht direkt wahrgenommen werden können

Wenn der Betreffende allerdings um die Heilung einer Krankheit  bittet, die ihm aus höherer Sicht noch dient, etwas Wichtiges in seinem jetzigen Leben zu lernen oder zu verändern, dann wird der Wunsch in der Regel erst dann erfüllt, wenn der Betreffende dieses gelernt oder verändert hat.

Ebenso schwierig wird es sein, wenn die Beschwerden auf genetisch vererbten Anlagen beruhen. Eine Veränderung wird dann nicht so einfach sein, obwohl neuere Erkenntnisse der Epigenetik in vielen Fällen auch hier einen Weg der Veränderung aufzeigen.

Für viele Menschen besteht jedoch die Schwierigkeit bei der Meditation, den im Alltag üblichen unaufhaltsamen Gedankenstrom wenigstens zeitweise zum Stillstand zu bringen, um auf diese Weise in den RAUM DER STILLE eintreten zu können. Das gelingt am besten und am einfachsten, wenn der Meditierende sich intensiv auf die REINE WAHRNEHMUNG z. B. des eigenen Atems konzentriert. Dabei kann er zum Beispiel bewusst auf das sanfte Geräusch des Atems lauschen und die Bewegung des Bauches und des Brustkorbes bei jedem Atemzug beobachten. Bei voller Konzentration auf die REINE WAHRNEHMUNG ist es für die meisten Menschen unmöglich, gleichzeitig ihren Gedanken nachzuhängen. Wenn sich dennoch immer wieder unwillkürlich Gedanken einstellen, ist es wichtig, diese ganz bewusst wahrzunehmen, um dann wieder bewusst und aufmerksam zur REINEN WAHRNEHMUNG des Atems zurückzukehren.

Außerdem kann der Meditierende dabei alles wahrnehmen, was dieser bewusste Atem im Inneren seines Körpers auslöst. Dabei ist wichtig, zu akzeptieren, dass alles, was der Meditierende in jedem Augenblick in seinem Körper wahrnimmt, genauso sein darf, wie es ist. Das, was der Meditierende in seinem Körper wahrnimmt, ist das Ergebnis seines langen Seelenweges, also nicht nur das Ergebnis seines jetzigen Lebens, sondern auch das Ergebnis von allen anderen irdischen Inkarnationen, welche seine Seele durchlaufen hat. Die Erfahrungen, die der Meditierende in seinem jetzigen Leben gemacht hat, kann er – manchmal mit einigen Mühen – erinnern, es sei denn, er hat diese Ereignisse aufgrund unannehmbarer Erlebnisse verdrängt.

Die Erfahrungen der anderen irdischen Inkarnationen sind jedoch in unserem Gedächtnis nicht abgespeichert, d. h. wir haben zu diesen Erfahrungen, welche dennoch auf unser Leben einen großen Einfluss haben können, mit unserem normalen Verstand keinen Zugang. Sie sind hinter einer Mauer des Vergessens für unser Alltagsbewusstsein verborgen.

Diese Erfahrungen sind jedoch im Körper abgespeichert. Mit bestimmten Hilfsmitteln, wie z. B. einem Pendel oder einem Tensor oder auch durch den kinesiologischen Muskeltest können wir uns einen Zugang zu unserem Körper-Gedächtnis verschaffen. Wie der Zugang zum Körper-Gedächtnis mit einem Tensor erfolgen kann, wird im folgenden Kapitel näher erläutert.

Da es für viele Menschen nicht einfach ist, wenigstens zeitweise den im Alltag unaufhaltsamen Strom der Gedanken zum Stillstand zu bringen, ist es wichtig, die Meditation immer wieder zu üben. Mit jeder Übung kann sich dann auch die Zeitspanne vergrößern in der der Meditierende sich im RAUM DER STILLE aufhält.

Wenn in derartigen Heilungsmeditationen viele Menschen alle mit der Absicht, Heilungsprozesse zu manifestieren, live zusammenkommen, dann entsteht in der Gruppe meistens eine intensive Heilungsenergie, welche die Teilnehmer/innen so unterstützt, dass Heilung entsprechend den eingebrachten Wünschen viel leichter manifestiert werden kann, als im Vergleich dazu, wenn der Betreffende nur alleine meditiert.

Im September 2023 habe ich eine derartige Meditation zum Thema

„Wie kann ich in meinem Leben das manifestieren, was ich mir schon lange wünsche?“

angeleitet. Diese Meditation habe ich selbst zu Heilungszwecken wochenlang fast täglich auf mich wirken lassen.

Sie ist auf meiner Webseite hier zu finden:

https://atem-wunder.de/mein-angebot/mein-angebot-4-regelmaessige-heilungsmeditationen/

Viele empirische Untersuchungen beweisen – unter anderem z. B. durch Dr. Joe Dispensa, – dass zumindest durch eine längere Phase des Praktizierens dieser Meditationen ein Heilungsprozess in Gang kommt und in vielen Fällen sogar eine vollständige Heilung ermöglicht wird. Die Veränderungen, die dabei in unserem Gehirn stattfinden, konnte Dr. Joe Dispensa mit Hilfe von Gehirn-Scans sichtbar machen. Mit diesen dokumentierten Messungen beginnt die „Quantenheilung“ in den Bereich der empirischen Wissenschaften einzutreten. (vgl. Joe Dispensa: Du bist das Placebo – Bewusstsein wird Materie, Koha Verlag, 2014)

Dieser psychologische Schöpfungsprozess ist ein Prozess, den wir mit unserem begrenzten Verstand sicherlich nicht vollständig verstehen und erklären können. Jeder Versuch, diesen Prozess durch eine stringente auf messbaren Daten beruhende wissenschaftlich gültige Theorie zu erklären, war bisher vergeblich. Dennoch sind manche Analogien zwischen diesem psychologischen Schöpfungsprozess und den Vorgängen bei Experimenten der Quantenphysik verblüffend. Diese Analogien sollen in der folgenden Gegenüberstellung verdeutlicht werden.

 

Analogien zwischen den quantenphysikalischen Experimenten

und dem psychologischen Schöpfungsprozess

 

Quantenphysikalische Experimente                Psychologischer                Schöpfungsprozess
1. Das Vakuum  1. Der GEDANKENLEERE RAUM
Das Vakuum ist derLEERE RAUM, der von aller materiellen Substanz entleert wurde, und in dem sich bewegte Materieteilchen ohne Interaktion mit anderen Materie-Teilchen bewegen können. Der GEDANKENLEERE RAUM ist der LEERE RAUM, in dem z. B. ein Gedanke ohne Interaktion mit einem anderen Gedanken wirken kann. Dieser RAUM wird auch als QUANTENRAUM bezeichnet.
2. Die Interaktionsfreiheit 2. Die Interaktionsfreiheit
Die Interaktionsfreiheit hat viele mögliche Positionen zur Folge Die Interaktionsfreiheit bewirkt viele Möglichkeiten der Realisierung
Wenn keine Interaktion mit anderen materiellen Teilchen im Vakuum stattfindet (weil z. B. die Messinstrumente abgeschaltet sind), dann verbreiten sich die Materieteilchen wie eine Welle in alle Richtungen. Viele Positionen sind dann möglich. Wenn keine Interaktion von Gedanken mit anderen Gedanken im LEEREN RAUM stattfindet, dann sind viele Möglichkeiten der Realisierung zu erwarten. Der LEERE RAUM wird zum RAUM DER MÖGLICHKEITEN.
3. Der Einfluss eines Beobachters 3. Der Einfluss einer Intention
Wenn eine Interaktion mit anderen materiellen Teilchen im Vakuum stattfindet, dann “kollabiert“, d.h. reduziert sich die Vielfalt der möglichen Positionen schlagartig in eine einzige bestimmte Position.

Der Einfluss des Menschen auf den Prozess bei den quantenphysikalischen Experimenten erfolgt durch Messinstrumente. Die Messinstrumente interagieren energetisch mit den bewegten Materieteilchen und wirken damit auf die Flugbahn dieser Materieteilchen so ein, dass eine große Vielfalt möglicher Positionen auf eine einzige bestimmte Position reduziert wird.

Wenn ein bestimmter Gedanke in Form einer bestimmten Intention in den LEEREN RAUM kommt, dann „kollabieren“ d. h. reduzieren sich die unzähligen Möglichkeiten zu einer bestimmten Möglichkeit entsprechend der eingebrachten Intention.

Der Einfluss des Menschen auf den psychologischen Schöpfungsprozess erfolgt durch einen bestimmten Gedanken in Form einer Intention, die in den LEEREN RAUM eingebracht wird. Gedanken sind Träger einer bestimmten Energie, die in diesem RAUM eine schöpferische Wirkung entfalten.

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeit ist gekommen, dass sich das übliche materielle Weltbild langsam verändert, so dass z. B. auch die Wirkungen von Energien unseres Geistes auf unser Dasein mehr Beachtung finden. So wäre es sicherlich angebracht, dass die wissenschaftlich weit entwickelte Schulmedizin, die hauptsächlich mit einem materiellen Wissenschaftsverständnis arbeitet, durch alternative energetische Heilungsmethoden ergänzt wird.

Zum Abschluss noch eine Betrachtung in Gedichtform zum Thema „Der GEDANKENLEERE RAUM“:

 

Der GEDANKENLEERE RAUM

ist der

SCHÖPFERRAUM

 Gedanken rauschen

fort und fort,

du kennst kein Stopp,

du kennst kein Halt,

auf Wort folgt Wort.

 

Bewusst?

Mit Sinn?

Der Gedanken Gewalt

Ist häufig kalt.

 

Oh, denke nicht,

oh, fühle nur:

ICH BIN,

das reine SEIN.

 

Wenn der Gedanke weicht,

der LEERE RAUM

tut sich dann auf.

Ist er bloß NICHTS,

ist einfach LEER,

wenn kein Gedanke mehr?

 

Jedoch der LEERE RAUM enthält

die ganze Welt

als Potential

das ganze ALL!

 

Die Tensor-Heilmethode (THM)

 Eine noch kaum bekannte gezielte energetische Heilungsmethode ist die neu entwickelte Tensor-Heil-Methode, (im Folgenden gekürzt THM genannt), die in den nächsten Kapiteln in der Neuauflage des Buches „Den Weg der Heilung gehen – Die Heilung der psychischen Ursachen von Krankheiten und Beschwerden“ beschrieben wird. Dieses Heilverfahren wurde in der ersten Auflage dieses Buches 2018  entwickelt und ausführlich beschrieben. In den folgenden Kapiteln der Neuauflage wird diese Heilungsmethode aufgrund vieler neuer Heilungserfahrungen präzisiert und durch neue Erkenntnisse ergänzt.

 

Die sieben Schritte der Manifestation

Die sieben Schritte der Manifestation

Nehmen wir mal an, dass es dir – so wie das bei mir im Augenblick auch der Fall ist – um die HEILUNG von bestimmten Beschwerden geht. Bei mir selbst geht es jetzt gerade um die Heilung einer mehrfachen Bandscheiben-Vorwölbung, die zu einer sehr schmerzhaften Reizung meines Ischiasnervs geführt hat.

Am Beispiel dieses HEILUNGPROSESSES möchte ich jetzt die sieben Schritte der Manifestation erläutern.

Der Manifestationsprozess wird durch die folgenden sieben Sätze in die Wege geleitet, die du in der angegebenen Reihenfolge entweder laut oder auch innerlich formulierst. Dabei spüre genau, welche Schritte für dich stimmig sind und welche Schritte dir noch schwerfallen oder sogar blockiert sind. Aber lasse dich auf keinen Fall davon abbringen, alle sieben Schritte in der angegebenen Reihenfolge zu gehen:

  1. Ich HOFFE auf HEILUNG.
  2. Ich GLAUBE, dass HEILUNG jetzt geschieht.
  3. Ich WEISS, dass HEILUNG jetzt geschieht.
  4. Ich AKTIVIERE die GÖTTLICHEN HEILUNGSKRÄFTE jetzt gerade in mir.
  5. Ich ERFAHRE jetzt gerade einen HEILUNGSPROZESS in mir, indem ich LIEBE und VERGEBUNG in all das hinein sende, was der HEILUNG bedarf.
  6. Ich WERDE jetzt gerade GEHEILT. Danke, danke, danke für diesen HEILUNGSOROZESS!
  7. Ich bin GEHEILT, danke, danke, danke.

 

Zu 1.: Man soll die HOFFNUNG nie aufgeben oder die HOFFNUNG stirbt zuletzt.

Zu 2.: Der GLAUBE versetzt Berge.

Zu3.: Aus dem GLAUBEN wird die GEWISSHEIT, dass das auch eintritt, was ich mir wünsche, d. h. ich WEISS jetzt mit Sicherheit, dass es eintritt.

Zu 4.: Der HEILUNGSPROZESS findet statt, wenn ich mir Zugang verschaffe zu den in mir innewohnenden GÖTTLICHEN HEILUNGSKRÄFTEN, die ich allein durch meine Absicht aktivieren kann.

Zu 5.: Ich ERFAHRE diesen HEILUNGSPROZESS jetzt gerade, wenn ich LIEBE und VERGEBUNG in das hineinfließen lasse, was der Heilung bedarf, unabhängig davon, ob ich diesen Heilungsprozess wahrnehmen kann oder nicht.

Zu 6.: Der gewünschte HEILUNGSPROZESS findet jetzt gerade tatsächlich in mir statt, danke, danke, danke. Die Dankbarkeit verstärkt diesen Heilungsprozess.

Zu 7.: Ich bin GEHEILT, auch wenn der Heilungsprozess jetzt noch nicht beobachtet werden kann.