Zehn Minuten in die Stille gehen

Zehn Minuten in die Stille gehen

In die Stille kommen

Unser Verstand ist heute in vieler Hinsicht überfordert. Viele Probleme erscheinen so kompliziert, dass wir keine befriedigende Lösung mehr erkennen. Das erleben wir in der Politik, im Gesundheitswesen, in unseren Familien und ebenso bei ganz persönlichen Fragen und Schwierigkeiten.

Wir denken nach, wägen ab und suchen nach Antworten. Doch häufig bewegen sich unsere Gedanken immer wieder auf denselben vertrauten Bahnen. Wir kommen nicht weiter.

Jenseits unseres Verstandes gibt es jedoch noch eine andere, vielen Menschen kaum bekannte Kraft: eine Kraft des Ausgleichs und der Gerechtigkeit, der Liebe und der Verbundenheit. Aus ihr können unerwartete Einsichten und kreative Lösungen entstehen.

Doch wie können wir mit dieser Kraft in Berührung kommen?

Ein Weg dorthin führt über die Stille.

Was bedeutet Stille?

Vor Kurzem erlebte ich in einer Kirche eine Einladung, fünf Minuten in die Stille zu gehen. Dabei wurde mir erneut bewusst: Nur weil äußerlich nicht gesprochen wird, entsteht nur selten eine wirkliche innere Stille. Bei vielen Menschen läuft der gewohnte Gedankenstrom einfach weiter. Die Gedanken wandern in die Vergangenheit und beschäftigen sich mit Erlebnissen, die längst vorbei sind. Dann richten sie sich wieder auf die Zukunft und auf alles, was möglicherweise geschehen könnte. Wir machen uns Sorgen, suchen nach Lösungen oder wiederholen innerlich das, was wir schon oft gedacht haben. Jeder Mensch bewegt sich dabei in seinen eigenen Gedankenwelten. Diese werden von persönlichen Erfahrungen, Einstellungen, Überzeugungen und Vorlieben geprägt.

Stille ist für mich der Raum jenseits dieses unaufhörlichen Gedankenstroms, ein möglichst gedankenleerer Raum. Um ihn zu erreichen, benötigen viele Menschen zunächst eine Anleitung.

Der Weg in die Stille

Nach meiner Erfahrung gelingt der Weg in die Stille besonders gut durch eine zweifache Ausrichtung unserer Wahrnehmung, nämlich durch cie Konzentration unserer Aufmerksamkeit auf unseren Atem und auf unsere Körpergefühle.

Den Atem bewusst beobachten

Zunächst richten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf den Atem. Wir nehmen jeden einzelnen Atemzug bewusst wahr: Einatmen und Ausatmen. In jedem Augenblick wissen wir, ob wir gerade einatmen oder ausatmen. Wir müssen dabei den Atem nicht beeinflussen. Der Atem darf genauso fließen, wie er von selbst fließen möchte. Wir beobachten ihn nur. Indem wir uns auf den Atem konzentrieren, lösen wir unsere Aufmerksamkeit allmählich vom gewohnten Gedankenstrom. Wir wenden uns dieser lebendigen inneren Tätigkeit zu, die immer für uns da ist.

Die Körpergefühle wahrnehmen

Gleichzeitig spüren wir, was wir in unserem Körper wahrnehmen können. Vielleicht fühlen wir wie wir sitzen, die Wärme oder Kälte, Ruhe oder Unruhe, Leichtigkeit, Anspannung, Druck oder was auch immer. Alles darf genau so sein, wie es jetzt gerade ist. Da wir unseren  Atem und unsere Körpergefühle so wahrnehmen, wie sie jetzt gerade sind, kommen wir in unsere Mitte und sind in diesem Moment weitgehend einverstanden mit unserem Dasein. So können wir uns öffnen für das, was geschehen möchte.

Ein persönliches Anliegen einbringen

Aus dieser inneren Stille heraus können wir mit einem einzigen Gedanken ein Problem oder ein persönliches Anliegen einbringen. Manchmal zeigt sich eine Möglichkeit, an die wir zuvor nicht gedacht haben. Es können kreative Lösungen und überraschende Einsichten auftauchen, die uns weiter bringen.

In die Ruhe finden

Aber auch ohne ein Anliegen ist das Eintreten in den Raum der Stille heilsam, weil wir aus dem Alltagsgetriebe in die Ruhe kommen, und vielleicht auch gegebenenfalls vorhandenen Stress abbauen können.

In meinem neuen Video auf youtube lade ich dich deshalb dazu ein, gemeinsam mit mir zehn Minuten in die Stille zu gehen. Ich leite dich an, deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem und deine Körpergefühle zu richten.

Das Video kannst du HIER ansehen oder durch Klicken auf folgenden Link:

https://www.youtube.com/watch?v=08E02ID75hM

Alles Gute auf deinem Weg zu dir selbst

wünscht dir

der Claus

Was half mir schließlich nach vier Monaten quälender Schmerzen?

Hartnäckige Beschwerden: Verborgene Ursachen aufspüren und auflösen

Inzwischen habe ich das Thema auch als Video auf Youtube besprochen. das Video findest du HIER.

Was sind hartnäckige Beschwerden?

Ich verstehe darunter Beschwerden, die trotz medizinischer Diagnose und Behandlung nicht völlig geheilt sind oder immer wiederkehren. Demnach stellt sich für den betroffenen Menschen häufig die Frage: Warum verschwinden meine Beschwerden nicht dauerhaft? Fehlt möglicherweise noch etwas?

Nach meinen Erfahrungen fehlt tatsächlich etwas, nämlich ergänzend zu den schulmedizinischen Behandlungen die Auflösung der Psychischen Ursachen, die zur Entstehung dieser Beschwerden geführt hatten.

Nachhaltige Heilung wird dadurch gefördert, dass nicht nur die körperlichen Beschwerden behandelt, sondern auch die dahinterliegenden PSYCHISCHEN URSACHEN Schicht für Schicht ermittelt und aufgelöst werden.

Meine Erfahrungen mit nachhaltiger Heilung

Das möchte ich anhand meiner Erfahrungen aus mehr als zehn Jahren Heilarbeit erläutern:

Ich litt viele Jahre unter gravierenden Depressionen. Später – als die Depression bereits geheilt war- verringerte sich meine Sehstärke rapide. Der Augenarzt diagnostizierte einen Grauen Star. Schließlich ereilten mich zwei Bandscheibenvorfälle mit einer Stenose des Wirbelsäulenkanals und heftigen Ischiasschmerzen. Inzwischen sind diese Beschwerden bei mir vollständig ausgeheilt.

Das heißt die Depression ist dauerhaft verschwunden, die Sehstärke ist ohne Linsenoperation wieder zurückgekehrt und die Ischiasschmerzen sind nachhaltig geheilt.

Ich bin tief davon überzeugt, dass diese Heilungen nicht nur aufgrund der schulmedizinischen Behandlungen geschehen konnten, sondern auch durch die Auflösung vieler PSYCHISCHER URSACHEN, die ich mit meinem Tensor ermitteln und mithilfe der in meinem Buch „Die Tensor-Heilmethode THM“ beschriebenen Heilungsrituale auflösen konnte.

Nachhaltige Heilung erfordert auch die Auflösung PSYCHISCHER URSACHEN

Wie kam ich dazu?

Nach dem Auftauchen dieser und anderer Beschwerden fragte ich mich oft, warum ich durch diese Beschwerden derartig beeinträchtigt wurde. Da ich mit meinem Verstand keine Antwort darauf fand, geriet ich oft in einen Kreislauf negativer Gedanken und Gefühle und damit in einen Teufelskreis der Negativität:

  • Warum geschieht mir das?
  • Warum heilt das nicht?
  • Wie lange dauert das? Und so weiter.

Aber dann fragte ich mich:

Lässt mich Gott wirklich grundlos leiden?

Das konnte ich mir einfach nicht vorstellen.

Später wurde mir bewusst, dass die Erde als ein Lernplanet geschaffen wurde, der nach dem “Gesetz von Ursache und Wirkung” dem Menschen ermöglicht, Erfahrungen in der Dualität von Licht und Schatten zu machen. Vereinfacht ausgedrückt: Wir Menschen ernten das, was wir zuvor gesät haben. Also gab es Gründe für meine Beschwerden, die ich in mir selbst zu suchen hatte.

Mit dem Tensor testete ich nun, ob es bezüglich der genannten Beschwerden tatsächlich PSYCHISCHE URSACHEN gab, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung meiner Beschwerden beteiligt waren. Zuerst fand ich solche Ursachen, die in meinem jetzigen Leben, besonders in der Kindheit, entstanden waren.

Bald merkte ich jedoch, dass es weitere Ursachen gab, die für die Entstehung meiner Beschwerden relevant waren. Mir wurde bewusst, dass ich keineswegs unbelastet auf die Welt kam, als ich 1941 mitten im Zweiten Weltkrieg geboren wurde. Ich brachte wohl auch aus ANDEREN INKARNATIONEN eine erhebliche Last mit auf die Welt, die mir das Leben schwer machte und die sich in meinem Leben besonders in Form von starken depressiven Verstimmungen zeigte.

Tatsächlich konnte ich mit dem Tensor zahlreiche Ursachen aus ANDEREN INKARNATIONEN ermitteln, die mit meinem jetzigen Leben offensichtlich nichts zu tun hatten.

Letztendlich ermittelte ich nach und nach SIEBEN PSYCHISCHE URSACHEN, die ich mithilfe der in meinem Buch „Die Tensor-Heilmethode THM“ beschriebenen Heilungsrituale auflöste, sodass eine vollständige und nachhaltige Heilung geschehen konnte.

Wie ein solcher Heilungsprozess ablaufen kann, möchte ich am Beispiel meiner Bandscheibenvorfälle zeigen.

Die Heilung meiner Bandscheibenvorfälle

Im folgenden Auszug aus Kapitel 4 meines Praxisbuches „Die Tensor-heilmethode THM“ schildere ich die Heilung meiner Bandscheibenvorfälle:

„Nach jahrzehntelanger Heilarbeit an mir selbst ging es mir im Alter von 84 Jahren so richtig gut. Meine Hautkrankheiten waren ausgeheilt, meine Sehkraft hatte sich von 30 % wieder auf über 50 % erhöht, sodass ich erneut Auto fahren konnte und alle meine Gelenke waren heil und beweglich.

Häufig ging ich mit meiner Frau zum Tanzen zu Biodanza-Vivencias. Ich erlebte dort eine Lebendigkeit, Verbundenheit und Lebensfreude, wie ich sie mir früher nicht hätte vorstellen können. Oft spürte ich eine für mein fortgeschrittenes Alter unverhältnismäßig große Kraft und Freude an der Bewegung zum Rhythmus der Musik.

Ein unerträglicher Schmerz kommt in mein Leben

So hätte das Leben für mich weitergehen können. Jedoch meldete sich plötzlich ein Schmerz in meiner Kreuzgegend, den ich zunächst einfach ignorierte. Er passte ja so gar nicht zu meinen jetzigen Lebensumständen als älterer Mann, dennoch kräftig, gesund und lebensfroh durchs Leben zu tanzen. Daher fuhr ich mal wieder an einem Sonntag mit meiner Frau zum Biodanza, mit der Absicht, den Schmerz in meiner Kreuzgegend einfach wegzutanzen. Anscheinend gelang mir das auch, weil ich wieder mit großer Vitalität beim Tanzen dabei war und den Schmerz einfach nicht wahrnahm. Bei der Einführung eines neuen Tanzabschnittes bat mich dann auch die Tanzleiterin, mit ihr das neu Beabsichtigte vorzutanzen. Natürlich freute ich mich über diese Ehre und zeigte im Tanz mit ihr mein Bestes.

Aber der Schmerz ließ sich nicht vertreiben. Er meldete sich bei jedem Tanz immer intensiver und wurde dann so unerträglich, dass ich die Tanzsession abbrechen musste. Ich musste es mir eingestehen, ich war nach langer Zeit wieder krank. Relativ schnell merkte ich, wie der Schmerz sich durch mein gesamtes rechtes Bein bis zu meinem Fuß ausbreitete. Bei jedem Aufrichten wurde der Schmerz so qualvoll, dass ich mich nur noch in gebückter Haltung langsam fortbewegen konnte. Die einzige Haltung, in der ich den Schmerz so einigermaßen aushalten konnte, war das Sitzen. Daher verbrachte ich jetzt ein gutes Vierteljahr meine Tage im Sitzen. Nachts versuchte ich immer wieder im Bett liegend in den Schlaf zu kommen, aber der stechende Schmerz in meinem Bein war dann so heftig, dass ich nicht einschlafen konnte. So verbrachte ich meine Nächte sitzend am Bettrand. Die Not war nun so groß, dass ich alles in Erwägung zog und bereit war, alles zu tun, um diesen für mich unerträglichen Schmerz zu lindern:

  • Mehrfache Besuche beim Orthopäden. Diagnose: doppelter Bandscheibenvorfall, Verengung des Wirbelsäulen-Nervenkanals und Entzündung des Ischiasnervs. Verordnung von Schmerzmitteln.

  • Mehrere vergebliche Versuche, mir durch verschiedene Physiotherapeuten helfen zu lassen. Diagnose: Eine Behandlung ist wegen zu starker Schmerzen nicht möglich.

  • Krankenhausaufenthalt mit gezielten Spritzen in die Wirbelsäule. Ergebnis: Eine kurze, aber leider nicht nachhaltige Besserung meiner Schmerzen.

  • Planung einer Wirbelsäulenoperation sowie ein weiterer Versuch mit gezielten Spritzen in die Wirbelsäule.

Obwohl meine Schmerzen bereits über vier Monate andauerten, entschloss ich mich, die Heilung ohne OP zu versuchen.

Diese Entscheidung fiel mir viel leichter, als der betreffende Chirurg meiner Frau auf die Frage nach alternativen Heilungsmöglichkeiten von dem Wunder der Heilung seiner eigenen Bandscheibenvorfälle ohne OP erzählt hatte.

Natürlich erinnerte ich mich immer wieder an die selbst entwickelte Tensor-Heilmethode, aber ich war derart im Teufelskreis meines unerträglichen Schmerzes gefangen, dass ich zunächst überhaupt nicht in der Lage war, für mich selbst psychische Heilungsprozesse einzuleiten. Erst allmählich und in ganz kleinen Schritten war es mir möglich, mithilfe meines Tensors mein Unterbewusstsein nach den psychischen Ursachen meines Leidens zu befragen.

Jedoch öffnete sich für mich durch meine Krankheit ein unerwarteter Zugang zu tief in mir verschütteten und abgespaltenen Anteilen, die ich sonst nie hätte bearbeiten können. Dadurch konnte ich nach und nach viele Schuldanteile in mir auflösen, die ich in anderen Inkarnationen verdrängt hatte. Außerdem konnte ich zahlreiche im Körper festgehaltene, tief verdrängte Schockenergien aus anderen Inkarnationen wieder ins Fließen bringen, die ich in traumatisierenden Situationen sowohl in der Rolle eines Täters als auch in der Rolle eines Opfers abgespalten hatte. Auch verdrängte Schmerzanteile konnte ich wieder in meine Seele zurückrufen und heilen, sowie belastende fremde Energien entfernen. Meine lang andauernde und so qualvolle Krankheit war also für mich eine Chance, eine große Last aus verdrängter Schuld, Schock und Schmerz an die Oberfläche zu bringen und zu heilen.

Durch das monatelange Sitzen in gebückter Haltung war meine Muskulatur so zurückgebildet, dass ich mich erst mithilfe wirksamer Physiotherapie und Osteopathie langsam wieder aufrichten konnte.

Wenn ich jetzt zurückschaue, dann kann ich fühlen, dass ich durch die Bewältigung meiner Krankheit ein anderer Mensch geworden bin:

Mein Verhältnis zu meinen Mitmenschen hat sich noch einmal deutlich zum Positiven verändert. Ich kann sie jetzt noch mehr, ohne zu urteilen und ohne sie ändern zu wollen, so akzeptieren, wie sie sind. Außerdem kann ich bei meinen leidenden Mitmenschen eher nachfühlen, wie schlimm es ist, sich in einem Teufelskreis des Schmerzes hilflos ausgeliefert zu fühlen. Der Sinn einer Krankheit und damit auch der Sinn der dunklen Seite auf unserer Erde hat sich für mich jetzt weitgehend erschlossen. Ich kann nun leichter Frieden schließen und mit dem, was ist, einverstanden sein. Daher kann ich – in einem Zustand völliger Schmerzfreiheit aus tiefstem Herzen- sagen: Danke, danke, danke.“

Was zeigt dieser Heilungsprozess?

Dieser Heilungsprozess war sehr vielschichtig und erforderte von mir viel Geduld und Durchhaltevermögen. Immer wenn ich spürte, dass auch nach einer bestimmten Zeit meine Schmerzen noch vorhanden waren, begann ich mit dem Tensor wieder erneut zu prüfen, ob noch weitere PSYCHISCHE URSACHEN vorhanden waren, weil immer wieder eine neue Schicht der PSYCHISCHEN URSACHEN zugänglich wurde. Diese wurden ebenfalls dann ermittelt und mit den im Buch geschilderten Heilungsritualen aufgelöst.

Erst nach einigen Monaten waren die Belastungen so weit aufgelöst, dass die Ischias-Beschwerden vollständig verschwanden.

Zurückblickend verdanke ich meine völlige Heilung einem hilfreichen Zusammenwirken der Schulmedizin, der Physiotherapie, der Osteopathie und nicht zuletzt der erfolgreichen Auflösearbeit der PSYCHISCHEN URSACHEN meiner Bandscheibenvorfälle. Die Schulmedizin verhalf mir mit Rat und Tat vor allem die anfänglichen unerträglichen Schmerzen mit Hilfe von Schmerzmitteln zu reduzieren, die Physiotherapie war notwendig, meine atrophierten Muskeln wieder zu entspannen und die Osteopathie brachte wieder Leben in die erstarrten Körperzellen. Dennoch bin ich überzeugt, dass die bewusste und systematische Auflösearbeit der PSYCHISCHEN URSACHEN eine wichtige Voraussetzung für meine nachhaltige Heilung war.

Meine abschließenden Schlussfolgerungen

Ich erlebe immer wieder – auch in der Arbeit mit anderen Klientinnen und Klienten sowie auch mit meiner Frau – wie die PSYCHISCHEN URSACHEN eines Symptoms nach und nach an die Oberfläche kommen und dass erst dann eine nachhaltige Heilung geschieht, wenn auf diese Weise Schicht um Schicht die psychischen Ursachen der Beschwerden aufgelöst sind.

In meinem Praxisbuch „Die Tensor-Heilmethode THM“ beschreibe ich die SIEBEN PSYCHISCHEN URSACHEN, ihre Ermittlung mit dem Tensor und die dazugehörigen Heilungsrituale ausführlich. Zahlreiche persönliche Erfahrungen und Praxisbeispiele zeigen, wie ein solcher Heilungsprozess Schritt für Schritt verlaufen kann.

Nähere Informationen zu meinem Buch findest du HIER.

Warum kommen meine Beschwerden immer wieder?

Warum kommen meine Beschwerden immer wieder?

Heute möchte ich von meinen Erfahrungen berichten, vor allem von meinen eigenen Beschwerden, Symptomen und Krankheiten, aber auch von den Erfahrungen aus den zahlreichen Heilungsprozessen mit meinen Klientinnen und Klienten. Viele wertvolle Erkenntnisse gewann ich nicht zuletzt auch durch die Heilungsbemühungen bei den anhaltenden körperlichen Beschwerden meiner Frau. Weil diese mich immer wieder vor neue Fragen und Herausforderungen stellen, wurde meine Frau auf diesem Weg zu meiner wichtigsten Lehrmeisterin.

Bei mir war das Einschneidendste damals meine Depression. Später kamen der Graue Star und schließlich zwei Bandscheibenvorfälle mit einer Spinalkanalstenose mit sehr starken Ischias-Schmerzen hinzu. Jedes Mal erlebte ich dabei einen Absturz in einen Teufelskreis der Negativität. Dabei stellte ich mir immer wieder die Frage:

Warum habe ich diese Beschwerden?

Eine sehr berechtigte Frage! Gab es wirklich Gründe für diese psychischen und körperlichen Beschwerden?

Ich nahm einfach an, dass kein Mensch in seinem Leben grundlos leidet.

Aber welche Gründe sind das?

Im Laufe meiner über zehnjährigen Heilungserfahrungen entdeckte ich schließlich SIEBEN PSYCHISCHE URSACHEN, die wesentlich zur Entstehung aller möglichen Beschwerden beitragen. Diese PSYCHISCHEN URSACHEN sind jedoch nicht nur im jetzigen Leben entstanden, sondern vor allem auch in vielen anderen Inkarnationen des eigenen Seelenwegs. Diese sind im UNTERBEWUSSTSEIN der Körper-Zellen abgespeichert und können mit körperorientierten Testmethoden, wie z. B. dem kinesiologischen Muskeltest, dem Pendel oder einem Tensor ermittelt werden.

So konnte ich zunächst bei meinen Beschwerden viele dieser Ursachen, wie zum Beispiel VERDRÄNGTE EMOTIONEN oder belastende FLÜCHE, mit meinem Tensor ermitteln und mit den in meinem Buch „Die Tensor-Heilmethode THM“ beschriebenen HEILUNGSRITUALEN auflösen. Mein Tensor testete jedoch häufig am Ende einer Heilungssitzung: „Es gibt keine weiteren PSYCHISCHEN URSACHEN mehr!“

Jetzt müssten doch meine Beschwerden verschwinden. Aber meine Bemühungen waren offensichtlich nicht ausreichend, die Beschwerden verschwanden nicht. Manchmal wurden sie ein wenig besser, aber sie waren immer noch da.

Nach und nach machte ich aufgrund dieser Erfahrungen eine wichtige Entdeckung:

Der Heilungsprozess vollzieht sich meistens Schicht für Schicht.

Immer wenn ich eine Schicht bearbeitet und die gefundenen PSYCHISCHEN URSACHEN aufgelöst hatte, konnte ich zunächst mit dem Tensor keine weiteren Ursachen mehr ermitteln. Doch die Beschwerden waren ja noch da. Also sagte ich mir: Es müssen noch weitere Ursachen vorhanden sein, zu denen ich im Augenblick offenbar keinen Zugang habe.

Das erforderte von mir ein erhebliches Durchhaltevermögen. Ich machte weiter, und siehe da: Nach einigen Tagen, manchmal schon nach einem einzigen Tag, öffnete sich wie von selbst die nächste Schicht. Plötzlich konnte ich weitere PSYCHISCHE URSACHEN ermitteln.

Schließlich entdeckte ich die Wirkung dessen, was ich heute TÜRÖFFNER nenne.

Was sind TÜRÖFFNER?

TÜRÖFFNER sind Methoden, die dabei helfen können, den Zugang zu einer weiteren Schicht der PSYCHISCHEN URSACHEN zu öffnen.

Im Laufe der Zeit habe ich fünf solcher TÜRÖFFNER gefunden.

Da ich als Atemtherapeut ausgebildet bin und viele Erfahrungen mit bewusster Atemarbeit gesammelt habe, war für mich das VERSTÄRKTE und BEWUSSTE ATMEN besonders wichtig. Ich machte beispielsweise zehn tiefe Atemzüge und verband das Einatmen mit der inneren Bitte:

„Ich bitte die GÖTTLICHE HEILKRAFT um Zugang zu weiteren Ursachen meiner Beschwerden.“

Danach testete ich erneut mit dem Tensor und erhielt überraschenderweise einen Zugang zu weiteren PSYCHISCHEN URSACHEN.

Eine zweite wichtige Erfahrung war für mich die Wirkung des GEBETS. Ich bat in einem GEBET die GÖTTLICHE HEILKRAFT der CHRISTUSENERGIE darum, mir den Zugang zu weiteren Ursachen meiner Beschwerden zu öffnen. Auch dadurch öffnete sich für mich eine weitere Tür.

Unter CHRISTUSENERGIE verstehe ich die besondere GÖTTLICHE HEILKRAFT, die Jesus, aber auch vielen erleuchteten Meistern, wie zum Beispiel Buddha, Mohammed oder Mose zur Verfügung stand oder steht.

Besonders wirksam empfand ich diesen TÜRÖFFNER, wenn ich selbst und nach Anleitung auch meine Klientin oder mein Klient gleichzeitig dieses GEBET innerlich oder auch laut sprachen.

Noch wirkungsvoller war es, zunächst in einer MEDITATION in die STILLE zu gehen, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und erst dann diese Bitte in Form eines GEBETS auszusprechen.

Weitere TÜRÖFFNER, mit denen ich gearbeitet habe, sind bestimmte AUGENBEWEGUNGEN und KLOPFTECHNIKEN. Diese beiden Möglichkeiten habe ich persönlich allerdings wesentlich seltener eingesetzt.

Das Interessante dabei ist: Nicht für jeden Menschen muss derselbe TÜRÖFFNER der richtige sein. Mit dem Tensor lässt sich testen, welcher TÜRÖFFNER im jeweiligen Augenblick am besten geeignet ist. Für den einen kann es das GEBET sein, für den anderen das BEWUSSTE ATMEN und für einen dritten vielleicht eine bestimmte Form der AUGENBEWEGUNGEN.

Wenn ich jetzt auf die Frage, ob es noch in Bezug auf die Entstehung eines bestimmten zu heilenden Symptoms noch weitere PSYCHISCHE URSACHEN gibt, von meinem Tensor ein klares „NEIN“ erhalte, beende ich jetzt nicht mehr den Heilungsprozess, sondern frage, ob es in einer tieferen Schicht noch weitere PSYCHISCHE URSACHEN gibt, zu denen ich im Augenblick noch keinen Zugang habe. Falls die Antwort des Tensors ein „JA“ ist, teste ich, ob wir uns mit einem dieser fünf TÜRÖFFNER einen Zugang zu weiteren verborgenen PSYCHISCHEN URSACHEN verschaffen können. Die Praxis zeigt, dass das wirklich in vielen Fällen möglich ist.

Daher war für mich die Entdeckung von TÜRÖFFNERN ein wichtiger Schritt. Ich musste nun nicht mehr einfach darauf warten, bis sich irgendwann eine weitere Schicht öffnete, sondern konnte mir häufig noch in derselben Sitzung gezielt den Zugang zu tiefer liegenden PSYCHISCHEN URSACHEN eröffnen.

So wurde mir im Laufe meiner Heilungsprozesse immer deutlicher:

Heilungsprozesse sind selten ein einmaliges Geschehen. Sie sind vielmehr ein Prozess, der sich meistens Schicht für Schicht öffnet.

Nun wurde mir auch klarer, weshalb der Heilungserfolg bei mir selbst wesentlich größer war als bei manchen meiner Klientinnen und Klienten. Zu Beginn meiner Heilungsarbeit beendete ich eine Sitzung häufig, wenn ich mit dem Tensor keine weiteren PSYCHISCHEN URSACHEN mehr ermitteln konnte. Sicherlich waren deshalb einige Klientinnen und Klienten enttäuscht, wenn der von ihnen erwartete Heilungserfolg nicht eintrat, und beendeten die Behandlung nach wenigen Sitzungen.

Ich selbst setzte dagegen mit größerem Durchhaltevermögen meine Heilungsbemühungen so lange fort, bis sich ein sichtbarer Heilungserfolg einstellte.

Heute berücksichtige ich bei meiner Arbeit, dass sich die PSYCHISCHEN URSACHEN häufig nur Schritt für Schritt ermitteln und auflösen lassen. Durch die Anwendung von TÜRÖFFNERN kann diese Arbeit jedoch wesentlich effektiver gestaltet werden.

Trotz der Vielzahl der von den Klientinnen und Klienten genannten Symptome ist es wichtig, zunächst bei einem bestimmten Thema zu bleiben. Dabei leite ich die Klientin oder den Klienten Schritt für Schritt so lange an, bis der Tensor auch in der letzten Schicht auf die folgende Frage ein klares NEIN testet:

„Gibt es in einer noch tieferen Schicht weitere PSYCHISCHE URSACHEN, zu denen wir jetzt noch keinen Zugang haben?“

Anschließend überprüfe ich dieses NEIN durch eine an die CHRISTUSENERGIE gerichtete Wahrheitsfrage:

„Ist dieses NEIN wirklich wahr?“

Allerdings zeigte sich in manchen Fällen etwas Überraschendes:

Obwohl alle PSYCHISCHEN URSACHEN eines Symptoms ganz sicher aufgelöst waren, zeigte sich in diesen Fällen dennoch kein beobachtbarer Heilungserfolg.

Natürlich fragte ich mich nach dem Grund.

Einerseits benötigt die Heilung im körperlichen Bereich eine gewisse Zeit, bis die gewünschte Veränderung der betroffenen Körperzellen eintreten kann. Diese Zeit der körperlichen Regeneration, die je nach der Art der Beschwerden unterschiedlich sein kann, gilt es abzuwarten, um den Heilungserfolg feststellen zu können.

Das war jedoch nicht der einzige Grund.

Es gab noch eine weitere grundlegende Bedingung, damit der PSYCHISCHE HEILUNGSPROZESS überhaupt stattfinden konnte: Es war notwendig , dass der Betroffene auf der Ebene seines UNTERBEWUSSTSEINS die Heilung seiner Beschwerden durch die GÖTTLICHE HEILKRAFT wirklich erlaubt.

Nun erkannte ich: Der FREIE WILLE des betroffenen Menschen hat auch für die GÖTTLICHEN KRÄFTE in jedem Fall absolute Priorität: Wenn diese Erlaubnis – aus welchen Gründen auch immer – fehlt, kann keine Heilung stattfinden, weil der Betroffene auf der Ebene seines UNTERBEWUSSTSEINS die Heilung noch verweigert. Der Verstand sagt: „Natürlich will ich diese Heilung.“ Das UNTERBEWUSSTSEIN sagt dagegen vielleicht: „Nein, das habe ich nicht verdient“ oder: „Ich bin es nicht wert.“ oder „ Ich glaube nicht an eine spirituelle Heilung.“

Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Die Gründe, die zu dieser Verweigerung der Heilungserlaubnis geführt haben, können mit dem Tensor ermittelt und mithilfe der HEILUNGSRITUALE aufgelöst werden.

Wenn auf diese Weise Schicht für Schicht alle PSYCHISCHEN URSACHEN aufgelöst sind und der Betroffene auf der Ebene seines UNTERBEWUSSTSEINS die Heilung durch die GÖTTLICHE HEILKRAFT erlaubt, dann gilt:

AUF WUNDERBARE WEISE KANN JETZT EINE NAHCHALTIGE HEILUNG AUCH BEI DEN HARTNÄCKIGSTEN PSYCHISCHEN ODER KÖRPERLICHEN BESCHWERDEN GESCHEHEN!

Eine nachhaltige Heilung benötigt also oft

  • ZUVERSICHT und einen GLAUBEN an die Wirksamkeit der GÖTTLICHEN HEILKRAFT,

  • DURCHHALTEVERMÖGEN

  • und auf der Ebene des UNTERBEWUSSTSEINS eine klare HEILUNGSERLAUBNIS.

Flucht oder Fortschritt?

Vorab ein Zitat, das mich sehr berührt und bewegt hat und dem ich heute auch vollen Herzens zustimmen kann:

In dem Augenblick,

in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,

bewegt sich die Vorsehung auch.

Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären,

geschehen, um einem zu helfen.

Ein ganzer Strom von Ereignissen

wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung.

Und er sorgt zu den eigenen Gunsten

für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle,

Begegnungen und materielle Hilfen,

die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

Was immer Du kannst, beginne es.

Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.

Beginne jetzt![1]

Nach 84 Jahren Lebenserfahrung schaue ich jetzt auf meine Berufserfahrungen zurück:

In meinem Leben habe ich mich immer wieder für einen Neubeginn entschieden. Das vorher Betriebene habe ich ausprobiert, aber oft hat es einfach nicht mehr gestimmt. Jeder Neubeginn hat mich gereizt und fasziniert, bis das Neue dann im Alltag doch zur Routine wurde und mich wiederum Neues lockte. Wenn ich jetzt zurückschaue weiß ich, dass Vieles, was ich erlebte, auch eine Prüfung für mich war. Aber damals war mir das meistens überhaupt nicht bewusst.

Die erste Prüfung

 Das war meine Berufswahl. Mein Vater war in meiner frühen Kindheit wie die meisten Väter in dieser Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg, so dass ich ihn erst mit acht Jahren – zurückgekehrt aus der Gefangenschaft – richtig kennengelernt habe. Nach einigen mehr oder weniger vergeblichen Versuchen einen zivilen Beruf auszuüben, wurde mein Vater bei der neuen Bundeswehr Verwaltungsbeamter. Er war eigentlich immer – aus welchen Gründen auch immer – mit sich selbst und seinen Aktivitäten so beschäftigt, dass für mich nur ganz wenig Aufmerksamkeit übrigblieb. So gab er mir in diesem Beamtenhaushalt auch kaum irgendwelche Hinweise über für mich in Frage kommende Berufsmöglichkeiten.

Zur Überraschung besonders meines Vaters bestand ich die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium. Aber als Pennäler in einem naturwissenschaftlichen Gymnasium hatte ich kaum ein Interesse am Unterricht, ich strolchte lieber mit brennenden Fackeln mit meinen Kameraden durch die halbverfallenen Kellergewölbe der zerbombten Hausruinen. Dementsprechend schlecht war dann auch mein Zeugnis, und ein BLAUER BRIEF mit der Botschaft „Versetzung gefährdet“ flatterte ins Haus. Daraufhin sagte mein Vater völlig ungerührt: „Wenn du in der Schule nicht lernen willst, geh` halt raus und lerne was Gescheites, mach eine Lehre!“

Wie, was, ne Lehre, dachte ich. Ich hatte ja überhaupt keine Ahnung, was ich da lernen und machen sollte.

Also war für mich klar:

Ich mache halt die Schule weiter. Daher beschloss ich: „Dem Vater, dem zeige ich es“!

War das von mir eine Flucht oder ein Fortschritt?

Heute glaube ich, es war beides!

In der nächsten Klasse war ich dann tatsächlich mit meinen Leistungen an der Spitze und bekam zur Überraschung meines Vaters eine Belobigung!

Nach gut bestandenem Abitur, ging es mir wieder so, dass ich wirklich nicht wusste, welche Berufsrichtung ich einschlagen sollte. Dennoch musste ich mich wieder mal entscheiden!

Also kam die nächste Prüfung:

Ich entschied mich für ein wissenschaftliches Studium an der Universität Stuttgart. Aber was sollte ich studieren? Betriebswirtschaft war mir völlig fremd, Mathematik war mir zu abstrakt, Maschinenbau erschien mir zu „schmutzig“ usw. Also entschloss ich mich für ein Studium der Elektrotechnik, Richtung Energietechnik, eigentlich ohne zu wissen, auf was ich mich da einlassen wollte. Dieses Studium erschien mir als ein reizvoller Einblick in eine neue, interessante Welt, erklärbar, präzise und berechenbar. Im Studium merkte ich sehr schnell, dass ich für bestimmte theoretische und wissenschaftliche Sachverhalte durchaus Interesse hatte, weil ich schon damals wissen wollte, wie die Welt beschaffen war und nach welchen Naturgesetzen das Ganze geordnet war.

Aber ich gebe es zu:

Was ich am meisten und am besten gelernt habe, waren wirksame Strategien, die anstehenden Examina erfolgreich zu bestehen. Dazwischen gab es auch Phasen, in denen ich mich völlig anderen Interessen zuwandte:

Ich wurde Sozial-Referent im ASTA und merkte zum ersten Mal, dass ich mich mit viel Energie für die sozialen Belange meiner Mitstudenten einsetzen konnte.

Das Diplom als Elektroingenieur schloss ich dann mit Leichtigkeit erfolgreich ab.

Jetzt war ich also mit 24 Jahren Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik, Fachbereich Energietechnik. Mit diesem Abschluss bewarb mich dann bei der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft AEG als Elektro-Diplomingenieur.

Ich wurde vorbereitet für   meinen einzigen Großkunden DAIMLER BENZ, welcher damals alle seine Geschäftsbereiche wesentlich erweiterte, neue Trafostationen, Hochspannungs- und Schaltanlagen zu entwerfen und montieren zu lassen. Doch sehr bald zeigte sich bei mir, dass die theoretische wissenschaftliche Welt der Universität und die technische Praxis zwei unterschiedliche Ebenen sind, die an mich Anforderungen stellten, für die ich einfach nicht geeignet war.

Flucht oder Fortschritt?

Als ich das erkannte, kündigte ich und machte eine Ausbildung zum Berufsschullehrer für Elektrotechnik.

Die Ausbildung konnte ich mit Erfolg und Leichtigkeit absolvieren und ich spürte mit Befriedigung: Ja, ich war ein LEHRER.

Besonders der Neuanfang mit all den Herausforderungen faszinierte mich sehr und lenkte mich von gelegentlichen, aber leider sich verschlimmernden depressiven Verstimmungen ab. Obwohl ich durch die Entwicklung neuer Unterrichts-Methoden meine Kreativität entfalten und mit guter Begabung auch schwierige Sachverhalte anschaulich und verständlich erklären konnte,  verstärkte sich leider meine Depression, so dass es mir im Alltag meines Lehrerdaseins immer schwerer fiel, die notwendige Präsenz im Unterricht aufrecht zu erhalten.

Flucht oder Fortschritt?

 Wieder entschied ich mich für einen Neuanfang und begann ein nebenberufliches Zweitstudium der pädagogischen Psychologie an der Universität Tübingen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklung des Menschen, die bestmögliche Förderung von Fähigkeiten von Schülern oder von Auszubildenden, die unterschiedlichen Lehr- und Lernmethoden, das war für mich höchst interessant, aber ich erhielt kaum eine mich befriedigende Antwort auf viele Fragen, die mich eigentlich schon damals interessierten:

Was ist der Mensch in seinem eigentlichen Wesen und wie kann er Fortschritte machen auf dem Weg zu sich selbst?

Mein wissenschaftliches Interesse galt dann dennoch den damaligen Lernzielen, die Lehrer in ihrem Unterricht anstreben oder erreichen sollten. Dazu erarbeitete ich für eine Dissertation ein neues System mit dem Lehrer ihre Lernziele nach bestimmten Kriterien und Stufen der Komplexität einordnen konnten. (Ich entwickelte dazu eine sogenannte zweidimensionale Taxonomie von Lernzielen.) Dadurch war es für Lehrer möglich, die Schwierigkeit der angestrebten Lernprozesse ihrer Schüler schon bei der Vorbereitung besser einzuschätzen. Nach vier Semestern meines nebenberuflich absolvierten Zweitstudiums schloss ich auch diese Phase meines Lebens ab und arbeitete wieder mit vollem Lehrauftrag als Berufsschul-Lehrer.

Flucht oder Fortschritt?

Dann entschied ich mich nach geraumer Zeit wiederum für einen Neuanfang:

Ich wurde pädagogischer Leiter an einem staatlichen Institut des Landes Baden-Württemberg, der Landesstelle für Erziehung und Unterricht und entwickelte dort ein neues Programm zur Ausbildung von Beratungslehrern und ein neues Informations-Programm zur Fortbildung der bereits ausgebildeten Beratungslehrer. Obwohl die Arbeit mich interessierte und ich dabei auch viel Neues kennen lernte, beendete ich diese Arbeit und war wieder bereit, Neues in meinem Leben zu wagen.

Flucht oder Fortschritt?

Jetzt bewarb ich mich als Fachleiter an einem Staatlichen Seminar für Schulpädagogik zur Ausbildung von Berufsschul-Lehrer- und Lehrerinnen und begann, für diese jungen Leute Vorlesungen im Fach Pädagogische Psychologie zu halten.

Da es damals keinerlei Lehrplan oder sonstige Vorschriften für mich gab, musste ich mit meinen Vorkenntnissen „ins kalte Wasser springen“ und versuchte zunächst ca. 120 Referendare und Referendarinnen in einem großen Vorlesungssaal ein Grundwissen zur besseren Motivation ihrer zukünftigen Schüler zu vermitteln. Ein intensiver Kontakt zu meinen Zuhörern, den ich mir eigentlich gewünscht hätte und die Kommunikation mit ihnen, war aufgrund der vorliegenden Situation äußerst schwierig.

Jedoch: „Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen!“ [2]Und so war es auch wirklich:

Nach kaum zwei Monaten wurden die Referendare aufgrund einer Reform entsprechend ihren Berufsrichtungen in vier Gruppen eingeteilt, so dass ich jetzt in gutem Kontakt mit der jeweiligen kleineren Gruppe meinen Lehrplan entwickeln konnte. Mir war dabei ganz wichtig, immer wieder zu reflektieren, welches psychologische Grundwissen die zukünftigen Lehrer/innen für ihren Unterrichtsalltag benötigen. Ich überlegte mir auch immer wieder, wie ich außer dem notwendigen Wissen z. B. durch Rollenspiele mit den angehenden Lehrern Handlungs-Kompetenzen für die Unterrichts-Praxis vermitteln konnte. Das war für mich eine sehr kreative und erfüllende Aufgabe, der ich mit Freude und auch Erfolg nachkommen konnte.

In dieser Zeit schloss ich auch meine Promotion mit einem Doktor der Sozial- und Verhaltenswissenschaften an der Universität Tübingen ab.

Schließlich wurde ich zum Fachbereichs-Leiter für den Fachbereich Erziehungswissenschaften und zum Professor ernannt und durfte die Arbeit meiner Kollegen und Kolleginnen für die Fächer Pädagogik und Pädagogische Psychologie koordinieren.

Ohne zu übertreiben kann ich feststellen:  

Ich war endlich dort angekommen, wo ich ankommen wollte. Ich war ein guter und erfolgreicher Lehrer für Lehrer geworden, auch wenn ich mich immer wieder bei der Entfaltung meiner inzwischen erworbenen Kompetenzen durch depressive Verstimmungen behindert gefühlt hatte.

 Aber als ich fünfundsechzig Jahre alt wurde, war damit Schluss. Wiederum ging es um einen Neuanfang!

Flucht oder Fortschritt?

Wie war es für mich möglich, aus einer so erfüllenden Aktivität einfach in den sog. Ruhestand zu kommen?

Ja, klar, „Dauer-Urlaub“, Reisen und lange Wanderungen mit meiner Familie zu jeder Zeit und so lange ich wollte, die intensive körperliche Arbeit an einem neu gepachteten verwahrlosten Garten, der Skisport mit rasanten Abfahrten usw. befriedigte mich durchaus eine gewisse Zeit lang. Aber in mir brannte eine Sehnsucht wirklich herauszufinden, was mit mir und meiner Depression eigentlich los war. Ohne die beruflichen Anforderungen und Aktivitäten konnte ich in der zeitweilig eingetretenen Stille meine innere Belastung jetzt noch viel deutlicher spüren. Zehn weitere Jahre war ich wieder auf der Suche, es war eine Suche nach mir selbst. Als ich fünfundsiebzig Jahre alt geworden war, wusste ich: Es gibt noch einen weiteren Neuanfang!

Flucht oder Fortschritt?

Ich beschloss, eine berufliche „Selbständigkeit“ zu beginnen und meldete ein Gewerbe als Psychologischer Berater mit „Meditativen Atemsitzungen“ an.

Nach weiteren zehn sehr erfüllten Lebensjahren stehe ich heute an dieser Stelle und bin mit großer Freude dabei, meine Klienten und Klientinnen bei ihren Selbstheilungs-Prozessen zu beraten, leite Heilungs-Meditationen an und habe die Tensor-Heilmethode THM zur Ermittlung und Auflösung der SIEBEN PSYCHISCHEN URSACHEN von Problemen und Beschwerden entwickelt und erfolgreich erprobt. Inzwischen gebe ich auch Supervision für eine Psychotherapeutin, die beginnt ihre psychotherapeutischen Kompetenzen mit der Heilmethode THM zu ergänzen.

Fazit: Flucht oder Fortschritt?

 Vielleicht war die eine oder die andere Entscheidung auch eine Flucht. Wenn es eine war, war es aber immer eine Flucht nach vorne!

Heute, nach dem glücklich überstandenen doppelten Bandscheiben-Vorfall und der Heilung der äußerst schmerzhaften Entzündung meines Ischiasnervs, fühle ich mich noch viel mehr mit dem Leben und mit meinen Mitmenschen verbunden. Besonders über meinen Tensor habe ich Zugang bekommen zu einer allumfassenden und universellen Weisheit, die mich anleitet, das Leben immer mehr ohne Urteil und Bewertung so anzunehmen, wie es ist. Immer mehr spüre ich auch die starken inneren Kräfte, die sich entfalten, „wenn ich mich einer Aufgabe verschreibe!“ Und ich kann beobachten, wie durch meine klaren Entscheidungen „ein ganzer Strom von Ereignissen in Gang gesetzt werden, der für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen zu den eigenen Gunsten sorgt!“ So kann ich die tiefe Wahrheit des zu Beginn des Kapitels Zitierten voll und ganz bestätigen

[1] Dieses Zitat wird oft J. W. v. Goethe zugeschrieben, wurde aber in der vorliegenden Fassung wohl aufgrund von ähnlichen Zitaten von Goethe (vielleicht aufgrund der Lektüre von Goethes „Faust“ oder von „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ angeregt) in der vorliegenden Fassung von W.H. Murray formuliert. Goethe selbst hat öfters betont, wie wichtig Tatkraft und Umsetzung und nicht nur Wille und Wissen sind.

[2] Vgl. das Zitat am Anfang des Beitrags

Osterbotschaft 2025

Osterbotschaft 2025

Jesus hat uns gezeigt, was Auferstehung bedeutet. Obwohl er als Mensch, der er auch war, die gewaltige Herausforderung, vielleicht auch die zeitweilige Überforderung, gespürt hat, als er all das, was er auf sich zukommen sah, geahnt hatte:

„Herr, lass den Kelch an mir vorüber gehen!“

Dennoch ist es ihm gelungen, dieses Gefühl der Überforderung zu überwinden, indem er sich mit seiner Willenskraft intensiv mit den GÖTTLICHEN SCHÖPFERKRÄFTEN verbinden konnte.

So war er konfrontiert mit dem Extremfall all der denkbar üblen menschlichen Grausamkeiten:

  • die Gemeinheit einer Verurteilung eines durch und durch unschuldigen Menschen,
  • die pure Gewalt gegenüber einem Menschen, der die reine Gewaltlosigkeit vorbildhaft gelebt hat,
  • die Schmähung und Beschämung durch eine Vielzahl von Menschen für deren Wohl und Heilung er alles gab,
  • das Erleben von wahnsinnigen und für die meisten Menschen als unerträglich einzuschätzenden körperlichen Schmerzen einer Folter bis zum Tod.

In dieser Situation hat er nicht das gewählt, was wir Menschen sonst immer wählen, nämlich

  • Kampf,
  • Flucht,
  • Verurteilung der Übeltäter,
  • oder Totstellen.

Jesus hat in seiner bedingungslosen Liebe den kampfbereiten Jünger Petrus trotz Todesbedrohung zurückgehalten.

Er hat sich der bedrohlichen Situation gestellt und ist nicht abgehauen.

Er hat weder die Verantwortlichen für seinen Folter-Tod, noch die Folterknechte für ihre Taten verurteilt. Im Gegenteil konnte er ihren Mangel an Bewusstsein verstehen:

„Sie wissen nicht, was sie tun!“

Und bis zuletzt gelang es ihm, trotz unmenschlicher körperlicher Folter-Schmerzen präsent zu bleiben:

„Es ist vollbracht!“

Jesus war ein Mensch, der es fertigbrachte, sich auch in dieser Extrem-Situation mit der GÖTTLICHEN LIEBE und SCHÖPFERKRAFT zu verbinden.

Ganz sicher können wir das, was Jesus in dieser Passion erlitten und erfahren hat, in keinem Falle aus eigener Kraft bewältigen.

Jedoch hat er mit seinen Taten und seinen Worten Hinweise gegeben, wie auch wir uns mit dieser GÖTTLICHEN SCHÖPFERKRAFT verbinden können.

Vielleicht gelingt es uns, auch mal in bestimmten kritischen Situationen mit Gottes Hilfe

  • bei Ungerechtigkeiten gelassen zu bleiben,
  • bei Beleidigungen und Beschämung unser Selbstwertgefühl zu bewahren,
  • die Übeltäter nicht zu verurteilen und ihnen zu verzeihen,
  • und den Teufelskreis von unerträglichen körperlichen Schmerzen wenigstens zeitweise zu überwinden.

Jedoch können wir das Ganze sicherlich nicht aus eigener Kraft, sondern nur wenn es uns gelingt, die in uns angelegte und innewohnende GÖTTLICHE LIEBESKRAFT und SCHÖPFERKRAFT zu aktivieren.

Dass uns das, zumindest in Ansätzen, immer mal wieder gelingen möge,

wünscht euch von Herzen

der Claus