Wenn wir nach den tief liegenden psychischen Ursachen von Beschwerden und Krankheiten forschen, dann geht es zunächst darum, alle verdrängten und abgespaltenen Gefühle von Angst, Wut, Trauer, Scham, Schuld und Schmerz wieder in die Seele zurückzurufen. Aber leider musste ich aufgrund meiner eigenen Heilungserfahrungen und auch der meiner Klienten erfahren, dass damit der Therapieprozess  – so wie ich es 2018 in meinem Buch

„Den Weg der Heilung gehen – Die Heilung der psychischen Ursachen von Krankheiten und Beschwerden“

angenommen hatte – noch nicht beendet ist.

Auch wenn wir alle verdrängten Gefühle mittels der Rückruf-Rituale, die in diesem Buch veröffentlicht wurden, erfolgreich eingeladen haben, wieder in die Seele zurückzukommen, bleibt ein nicht unerheblicher Rest, der weiterhin der Heilung bedarf. Hier geht es nicht nur um verdrängte Gefühle, sondern um die Auswirkungen von Situationen, die für die Betreffenden so schlimm waren, dass diese schon im Vorfeld alle Gefühle durch eine Schockstarre abgeblockt haben. So gilt es, den Schlüssel zur Heilung der psychischen Ursachen, der 2018 vor allem aus dem Rückruf der verdrängten sechs Grundgefühle Angst, Wut, Trauer, Scham, Schuld und Schmerz bestand, zu erweitern:

Es geht außerdem auch um Auflösung von Schockanteilen, die in unerträglichen traumatischen Situationen, von der Seele abgespaltet worden sind.

 

Wie bin ich denn zu diesen abgespaltenen Schockanteilen gekommen,

an die ich mich meistens nicht einmal erinnern kann?

Diese Schockanteile entstanden dadurch, dass die Seele traumatisierenden Situationen ausgesetzt war, die für den Menschen völlig unannehmbar und unerträglich erschienen. Die psychische Belastung durch diese Situationen ist sehr gravierend und sie ist von allen psychischen Belastungen am schwierigsten aufzulösen. Der betroffene Mensch hat sich dadurch geschützt, dass er alle Gefühle in einer Schockstarre abgeblockt hat. Diese Schockstarre ist im Körper abgespeichert und verhindert den natürlichen Fluss der Energien. Dieser Energiefluss ist somit blockiert und hat dadurch auch große Auswirkungen für den Körper, weil diese blockierten Energien zu erheblichen gesundheitlichen psychischen oder physischen Symptomen führen.

Der Körper hat in diesen Situationen, die zu einer Schockstarre geführt haben, die Botschaft erhalten, dass alles zu vermeiden ist, was nur im Geringsten mit diesen Situationen zu tun hat. Daher ist es auch verständlich, dass alle Menschen, die unter Traumata leiden, zunächst erhebliche Schwierigkeiten haben, diese Traumata aufzulösen. Der Widerstand, sich noch einmal diesen traumatischen Situationen in irgendeiner Weise zuzuwenden, ist ein Schutz, den es zu verstehen und zu würdigen gilt.

Der Körper weiß aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen nicht, dass es möglich ist, Traumata aufzulösen, ohne im Geringsten diese Situationen noch einmal durchleben zu müssen.

Daher ist es ganz besonders wichtig, in der neuen Traumatherapie zu betonen, dass es in keiner Weise noch einmal um das Wiedererleben der traumatisierenden Situationen geht, sondern lediglich um eine Lösung der blockierten Schockenergien.

Da der Körper jedoch diese Erfahrung auf dem bisherigen Seelenweg nicht machen konnte, ist zumindest anfänglich mit großen Widerständen bei allen Therapieversuchen zu rechnen. Der Widerstand äußert sich meistens durch inneres oder sogar äußeres Weggehen oder Abtriften. Erst wenn der Körper mehrfach die Erfahrung gemacht hat, dass es in keiner Weise um das wiederholte Erleben der traumatisierenden Situationen geht, werden die ursprünglich berechtigten Schutzmaßnahmen zurückgefahren.

Also gilt es, sich immer wieder bewusst zu machen:

In der neuen Traumatherapie geht in keiner Weise um ein Wiedererleben der traumatisierenden Situationen, sondern ausschließlich darum, die blockierten Schockenergien wieder ins Fließen zu bringen.

 

Wie kann die Auflösung geschehen?

Die Auflösung geschieht dadurch, dass die abgespaltenen Seelenanteile wieder in die Seele zurückgerufen werden, so dass die blockierte Energie der Schockstarre wieder ins Fließen kommt. Sobald die blockierte Energie wieder fließen kann, regeneriert sich der Körper und psychische oder physische Symptome reduzieren sich oder verschwinden sogar völlig.

Wie kann das geschehen?

Wir leben in einer Zeit, in der psychische und körperliche Beschwerden und Behinderungen, die sich besonders im Alter zeigen, völlig normal sind.

Woher kommt das, weshalb ist es für viele Menschen normal, vor allem im Alter krank und gebrechlich sein zu müssen?

Warum leiden auch Menschen unter schweren Krankheiten, die sich mit bestem Willen an keine traumatisierenden Situationen in ihrem Leben erinnern können und auch durch eine monatelange oder sogar jahrelange Psychoanalyse keine verdrängten Schockanteile aus traumatisierenden Situationen in ihrer Kindheit und in ihrem Erwachsenenleben entdecken können.

Es ist wichtig, sich der Tatsache zu stellen, dass unser Körper alle Ereignisse unseres gesamten Seelenwegs durch alle Inkarnationen hindurch, in irgendeiner Weise in unserem Körper abgespeichert hat.

Das heißt konkret, dass wir die Auswirkungen von allen traumatisierenden Situationen, die wir in den vielen anderen Inkarnationen erlebt haben, leider immer noch in unserem Körper herumtragen, sicherlich nicht auf die ursprünglich gravierende Weise, dennoch sehr belastend.

Wenn wir Geschichtsbücher zur Hand nehmen oder auch z. B. das Alte Testament, dann müssen wir erkennen, dass die Menschheitsgeschichte vorwiegend eine fortwährende Geschichte von Kriegen und Krisen war. Ein Imperium hat das andere abgelöst, fast immer nur durch Krieg und Gewalt. Beispielsweise sind das Elend und die Leiden durch den 30-jährigen Krieg in Europa wohl kaum an einem Menschen in dieser Zeit vorübergegangen ohne traumatisierende Erfahrungen.

Ich glaube, man kann mit Recht sagen:

Wir Menschen auf dieser Erde sind mit diesen Jahrtausenden unserer Menschheitsgeschichte mit so vielen Kriegs- und Krisenerfahrungen alle mehr oder weniger traumatisiert worden.

Daher ist es so, dass wir die Auswirkungen von Traumata in unserem Leben spüren, aber oft die tieferen Ursachen dieser Belastungen nicht in diesem Leben zu finden sind, sondern in den anderen Inkarnationen, die wir durchlebt haben.

Leider sind diese traumatischen Erlebnisse in den anderen Inkarnationen in unserem Unterbewusstsein tief verschlossen und auch aufgrund dieser dramatischen und gewaltsamen Menschheitsgeschichte sehr vielschichtig und so zahlreich, dass sie leider nicht mit wenigen therapeutischen Interventionen aufgelöst werden können. Aber die Belastungen können dennoch Schritt für Schritt gelöst werden, so dass wir allmählich unsere belastenden Symptome reduzieren oder sogar völlig auflösen können.

Dabei ist es wichtig, einzusehen, dass wir Traumata sowohl in der Rolle eines Opfers als auch in der Rolle eines Täters erlebt haben. Wenn wir jemanden Schlimmes antun, dann sagen wir, wenn wir um Vergebung bitten: „Es tut mir Leid!“

Ja, das ist die Wahrheit, alles was wir anderen Seelen antun, tut uns selbst ein Leid an, das heißt nicht nur Ereignisse, unter denen wir selbst gelitten haben, können traumatisierende Wirkungen haben, sondern auch Ereignisse, bei denen wir anderen Seelen Traumata zugefügt haben.

Das bedeutet letztendlich, dass es gleich gültig ist, wenn wir Traumata auflösen, ob wir dabei in der Rolle eines Opfers oder eines Täters waren. Dennoch ist es für viele Menschen viel leichter, selbst erlittene Traumata den Tätern zu vergeben, als umgekehrt andere Seelen, denen wir etwas Schlimmes angetan haben, um Vergebung zu bitten.

Das können wir beispielsweise in Strafprozessen beobachten, in denen es äußerst selten und ungewöhnlich ist, dass die schuldigen Täter die geschädigten Opfer um Vergebung bitten.

Die Zeit des Karma In dieser NEUEN ZEIT ist vorbei. Jetzt brauchen wir nicht mehr vergeblich versuchen, das Leid, welches wir anderen Seelen zugefügt haben, durch eigenes Leid ausgleichen zu wollen. Stattdessen machen wir uns bewusst, dass wir mit allen Seelen verbunden sind und ganz besonders auch mit jenen Seelen, denen wir etwas Böses angetan haben. Wenn wir diese Seelen um VERGEBUNG bitten und sie gegebenenfalls darum bitten, ihre Racheschwüre oder Racheabsichten loszulassen, dann beenden wir dieses bislang fortdauernde karmische Spiel von Opfer und Täter. Außerdem können wir diese Seelen bitten, alle bösen Wünsche oder Flüche, die sie uns eventuell gesendet haben, wieder zurückzunehmen, so dass wir uns auch von diesen uns belastenden fremden Energien befreien können.

Wenn wir dagegen Opfer von traumatisierenden Ereignissen waren, dann lösen wir dieses Trauma auf, indem wir den Tätern vergeben und eventuell alle bösen Gedanken oder Flüche, die wir Ihnen gesendet haben, zurücknehmen.

Da jedoch der Zugang zu den abgespaltenen Schockanteilen in unserem Unterbewusstsein sehr schwierig ist, weil sich der Körper wie gesagt vor einer Wiederholung (einem Flash-back) schützen möchte, geschieht dieser Zugang in der Trauma-Therapie durch den Einsatz bestimmter Techniken, welche dazu dienen, die Türe zu unserem Unterbewusstsein etwas zu öffnen.

Hier verwenden wir drei Techniken:

1. Das verstärkte und verbundene Atmen,

2. bestimmte Augenbewegungen

jjj(EMDR-Methode: EYE MOVEMENT  DESENTISITAZION and REPROZESSING), sowie

3. eine bestimmte Klopftechnik mit den Fingerkuppen

jj(EFT-Technik: Emotional Freedom Technique)

Wenn wir manchmal diese drei Techniken kombiniert anwenden, haben wir einen besonders guten Zugang zu den im Unterbewusstsein abgespeicherten verdrängten Seelenanteilen und können so leichter die gestockte Energie wieder ins Fließen bringen.

Auf diese Weise können wir in dieser NEUEN ZEIT wirklich Schritt für Schritt unsere Belastungen reduzieren oder sogar auflösen, um auch in fortgeschrittenem Alter mit unserem Körper in einen Zustand zu kommen, in dem die Lebensfreude wieder den Platz einnimmt, den wir uns immer gewünscht haben.

 

 

 

 

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