Jesus hat uns gezeigt, was Auferstehung bedeutet. Obwohl er als Mensch, der er auch war, die gewaltige Herausforderung, vielleicht auch die zeitweilige Überforderung, gespürt hat, als er all das, was er auf sich zukommen sah, geahnt hatte:
„Herr, lass den Kelch an mir vorüber gehen!“
Dennoch ist es ihm gelungen, dieses Gefühl der Überforderung zu überwinden, indem er sich mit seiner Willenskraft intensiv mit den GÖTTLICHEN SCHÖPFERKRÄFTEN verbinden konnte.
So war er konfrontiert mit dem Extremfall all der denkbar üblen menschlichen Grausamkeiten:
- die Gemeinheit einer Verurteilung eines durch und durch unschuldigen Menschen,
- die pure Gewalt gegenüber einem Menschen, der die reine Gewaltlosigkeit vorbildhaft gelebt hat,
- die Schmähung und Beschämung durch eine Vielzahl von Menschen für deren Wohl und Heilung er alles gab,
- das Erleben von wahnsinnigen und für die meisten Menschen als unerträglich einzuschätzenden körperlichen Schmerzen einer Folter bis zum Tod.
In dieser Situation hat er nicht das gewählt, was wir Menschen sonst immer wählen, nämlich
- Kampf,
- Flucht,
- Verurteilung der Übeltäter,
- oder Totstellen.
Jesus hat in seiner bedingungslosen Liebe den kampfbereiten Jünger Petrus trotz Todesbedrohung zurückgehalten.
Er hat sich der bedrohlichen Situation gestellt und ist nicht abgehauen.
Er hat weder die Verantwortlichen für seinen Folter-Tod, noch die Folterknechte für ihre Taten verurteilt. Im Gegenteil konnte er ihren Mangel an Bewusstsein verstehen:
„Sie wissen nicht, was sie tun!“
Und bis zuletzt gelang es ihm, trotz unmenschlicher körperlicher Folter-Schmerzen präsent zu bleiben:
„Es ist vollbracht!“
Jesus war ein Mensch, der es fertigbrachte, sich auch in dieser Extrem-Situation mit der GÖTTLICHEN LIEBE und SCHÖPFERKRAFT zu verbinden.
Ganz sicher können wir das, was Jesus in dieser Passion erlitten und erfahren hat, in keinem Falle aus eigener Kraft bewältigen.
Jedoch hat er mit seinen Taten und seinen Worten Hinweise gegeben, wie auch wir uns mit dieser GÖTTLICHEN SCHÖPFERKRAFT verbinden können.
Vielleicht gelingt es uns, auch mal in bestimmten kritischen Situationen mit Gottes Hilfe
- bei Ungerechtigkeiten gelassen zu bleiben,
- bei Beleidigungen und Beschämung unser Selbstwertgefühl zu bewahren,
- die Übeltäter nicht zu verurteilen und ihnen zu verzeihen,
- und den Teufelskreis von unerträglichen körperlichen Schmerzen wenigstens zeitweise zu überwinden.
Jedoch können wir das Ganze sicherlich nicht aus eigener Kraft, sondern nur wenn es uns gelingt, die in uns angelegte und innewohnende GÖTTLICHE LIEBESKRAFT und SCHÖPFERKRAFT zu aktivieren.
Dass uns das, zumindest in Ansätzen, immer mal wieder gelingen möge,
wünscht euch von Herzen
der Claus
Lieber Claus, im richtigen Moment hat mich dieser wertvolle Impuls erreicht.
Lieben Dank und frohe gesegnete Ostertage.